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National

HSV-Fans erheben schwere Vorwürfe gegen Leipziger Ordner

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 14. Februar 2017
Quelle: imago

Nach dem Gastspiel des Hamburger SV bei RB Leipzig kam es offenbar zu Auseinandersetzungen zwischen HSV-Fans und Leipziger Ordnern. Das HSV-Fanprojekt erhebt nun schwere Vorwürfe gegen den anwesenden Ordnungsdienst, hinterfragt aber auch die Rolle der Polizei. 

In einer Stellungnahme auf Facebook schildert das Fanprojekt die Geschehnisse nach Abpfiff aus seiner Sicht. Demnach sei es zu den Auseinandersetzungen gekommen, als Ordner versucht hätten, einzelne HSV-Fans wegen des Einsatzes von Pyrotechnik herauszuziehen. Dabei sollen die Ordner, die sich zuvor offenbar vermummten, wiederholt Hamburger Anhänger mit den Fäusten attackiert haben.

„Nach dem Übergriff lag mindestens ein verletzter Fan auf dem Wall, der bewusstlos geprügelt wurde und von Sanitätern behandelt werden musste“, so das Fanprojekt. Es sei zu „gezielten und geplanten gewalttätigen Attacken auf umstehende HSV-Fans“ gekommen, „ob sie nun zur aktiven Fanszene gehörten oder nicht.“ Von einer Sicherstellung verbotener Gegenstände oder Ingewahrsamnahmen von identifizierten Anwendern von Pyrotechnik könne keine Rede sein.

Kritik übt das Fanprojekt aber auch am Verhalten der Polizei, die zunächst nicht eingegriffen habe, obwohl die Ordner die eigentliche Polizeiarbeit übernommen hätten. Darüber hinaus fordern die HSV-Fans RB Leipzig dazu auf, die Vorfälle aufzuklären und „auch im Gästebereich des eigenen Stadions für einen friedlichen Fußball, den sie zu Recht von anderen Bundesligisten einfordern, einzusetzen.“ Vor dem Spiel hatten sich die Anhänger von RB Leipzig mit zahlreichen Spruchbändern gegen Gewalt und für eine friedliche Fankultur stark gemacht.

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Schon des Öfteren wurde der Ordnungsdienst von RB Leipzig für sein rigoroses Auftreten kritisiert. Zuletzt äußerten auch Leipziger Fans ihren Unmut über das Verhalten der eigenen Ordner.

Die Polizei Sachsen äußerte sich wie folgt zu den Geschehnissen: