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National

Horda Azzuro gegen Preiswucher

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 30. März 2015
Quelle: imago

Die Gruppe Horda Azzuro, Ultras von Carl Zeiss Jena, haben das Pokalspiel beim FC Einheit Rudolstadt boykottiert. Grund dafür waren zu teure Tickets.

Die Gruppe kündigte schon im Vorfeld an, nicht zu dem Spiel zu reisen. Die Tickets für „Gästefans (waren) ausschließlich Tickets in einer Preiskategorie in Höhe von 11 Euro (inkl. FCC-Vorverkaufsgebühr)“ zu erhalten, was die Unterstützer aus Jena für „ausgesprochen unangemessen für eine Halbfinalpaarung des Thüringenpokals im Städtischen Stadion Rudolstadt“ hielten.

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Dass es keine ermäßigte Preiskategorie gab, sei ein „diskriminierender Zustand, welcher keinerlei Rechtfertigung haben kann.“ Für manche Fans „mit weniger kräftigem finanziellen Hintergrund“ sei diese Kategorie aber in fast allen Stadien eingeführt worden.

Freiwilliges Eintrittsgeld für Jugendmannschaften

Schon Mitte März kontaktierte der Südkurve-Rat von Carl Zeiss Jena die Vereinsführung von Rudolstadt, jedoch ohne Erfolg. Die Jena-Fans entschieden sich für einen Kompromiss: Nach Rudolstadt fahren, aber nicht ins Stadion gehen. „Das Maß ist schlicht und einfach voll.“

Da Rudolstadt die Eintrittspreise nicht veränderte, blieben die Anhänger vor dem Gästeblock und sammelten ein „freiwilliges Eintrittsgeld“ (3 oder 5 EUR), um diese dem Projekt „Südkurve für die Zukunft“ zu übergeben. Diese spenden jeweils zum Saisonende an die Nachwuchsmannschaften von Jena.