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National

Hopp übernimmt die Mehrheit an der TSG Hoffenheim

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 10. Februar 2015
Quelle: imago

Wie geplant hat Mäzen Dietmar Hopp auf der Mitgliederversammlung der TSG Hoffenheim am Montagabend die Stimmenmehrheit der Spielbetriebs-GmbH des Fußball-Bundesligisten übernommen. Damit ist der SAP-Milliardär der erste Privatmann, der in Deutschland die Mehrheit an einem Profiklub hält. 400 Mitglieder bestätigten diesen Schritt einstimmig.

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Hopp profitiert von der aufgeweichten 50+1-Regel. Um die Mehrheitsverhältnisse bei den Werksklubs Leverkusen und Wolfsburg im Reglement zu berücksichtigen, hatte die DFL sich darauf eingelassen, dass Investoren, die seit über 20 Jahren einen Verein ununterbrochen und erheblich finanziell unterstützen, Stimmmehrheiten halten dürfen. Hopp engagiert sich bereits seit 25 Jahren bei der TSG und soll in dieser Zeit rund 350 Millionen Euro in den Klub gesteckt haben.

Der 74-Jährige zeichnete in seiner Dankesrede den steilen Weg nach, den die TSG von der Kreis- in die Bundesliga beschritten hat und betonte dabei: „Unser Bestreben war es, die TSG mit unserer seriösen und nachhaltigen Philosophie zu einem Identifikationsobjekt für die Jugend der Region zu machen. Nicht vergessen werden sollten auch die vielen neuen Arbeitsplätze, die geschaffen werden konnten. Zudem profitierte – und profitiert – die heimische Industrie von den Investitionen in und rund um den Profi-Fußball.“

Was die TSG auf ihrer Website stolz verkündet, dürfte bei manchem noch bleiern nachhallen: Mit diesem Schritt werde nicht nur das Wirken von Dietmar Hopp gewürdigt, es wird auch zum Maßstab künftiger Entscheidungen, heißt es dort. Der nächste, der nur zu gern von dieser Präzedenzentscheidung profitieren möchte, steht schließlich schon bereit: Martin Kind feiert 2017 20-Jähriges bei Hannover 96.