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Holstein Kiel hebt Hausverbot gegen „Sektion Spielsucht“ auf

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 26. November 2016
Quelle: imago

Nach einer Pyroshow während des Heimspiels gegen den VfL Osnabrück, bei der auch eine Rakete auf die Hauptribüne geflogen war, hatte Holstein Kiel ein Hausverbot für die Ultragruppe „Sektion Spielsucht“ verhängt. Nun hob der Verein dieses auf – weil sich im Gespräch herausstellte, dass gar keines der Mitglieder an der Pyroshow beteiligt war. 

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Am Freitagabend kamen Vertreter der Gruppe und des Vereins in der Kieler Geschäftsstelle zusammen. Darin sollen die Ultras eine Mitverantwortung dafür übernommen haben, dass aus ihrem Bereich heraus die Rakete abgefeuert wurde, die bei einem Zuschauer auf der Haupttribüne zu einem Knalltrauma führte.

Gleichwohl habe sich die Gruppe glaubhaft davon distanzieren können, dass eines ihrer Mitglieder die Rakete zündete. Nach Ermittlungen des Vereins stellte sich heraus, dass es sich bei den Verantwortlichen wohl um Gäste der aktiven Fanszene der KSV Holstein handelte.

„Ich finde es großartig, dass wir uns in dieser schwierigen Situation an einen Tisch gesetzt haben“, sagte Wolfgang Schwenke, Kaufmännischer Geschäftsführer der KSV, auf der Vereinshomepage. „Wir haben eine gute Lösung gefunden und starten an diesem Tag neu durch – alle gemeinsam für den Verein.“ Die „Sektion Spielsucht“ versprach zudem, künftig regelmäßig an den Fanratssitzungen teilzunehmen.