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National

„Hohes Gewaltpotenzial“: Bremen bittet Fans, Testspiel fernzubleiben

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 25. Juni 2014
Quelle: imago

Dass Fans sogar Petitionen gegen die Testspiele ihrer Klubs anstoßen, haben wir in den letzten Tagen zur Genüge erlebt. Dass sich der gemeine Zuschauer den ein oder anderen Vorbereitungstermin ohnehin erspart, liegt in der Natur der Sache. Wenn ein Verein seine Zuschauer aus Angst vor gegnerischen Fans jedoch bittet, einem Testspiel fernzubleiben, darf man stutzen.

Man darf den Verantwortlichen des SV Werder Bremen unterstellen, dass sie sich etwas dabei gedacht haben, als sie den polnischen Erstligisten Pogon Stettin dazu auserkoren haben, ihm eine Testspielreise abzustatten. Nach Rücksprache mit der Bremer Polizei rät der Bundesligist seinen Fans nun aber dringend davon ab, am Dienstag, 8. Juli (Anstoß ist um 18 Uhr) die sicherlich reizvolle Fahrt in die polnische Hafenstadt mit anzutreten.

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„Aufgrund eines hohen Gewaltpotenzials sowie rechtsextremer Strukturen der dortigen Hooligans kann eine konkrete Gefahr für Fans des SV Werder Bremen nicht ausgeschlossen werden. Da die sicherheitstechnischen Vorkehrungen von Polizei und Ordnungsdienst vor Ort leider nicht beurteilt werden können, bitten wir die Werderfans, die eine Reise nach Stettin geplant haben, von diesem Vorhaben zugunsten der eigenen Sicherheit abzusehen“, heißt es in einer Mitteilung des Klubs.

In Rostock kam es unter ähnlichen Vorzeichen zu einer Absage

Dass sich diese Warnung für manch einen nicht eher wie eine Einladung liest, kann natürlich nicht ausgeschlossen werden. Bei Hansa Rostock kam es nach einigem Hickhack aufgrund zu befürchtender Ausschreitungen zuletzt sogar schon zu einer Absage der Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des Stadionjubiläums und dem damit verbundenen Freundschaftsspiel. Es bleibt also sicherlich abzuwarten, ob und wie Werder Bremen das Testspiel überhaupt bestreitet.