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National

„HoGeSa“ räumt Fehler ein, entschuldigt sich und teilt aus

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 03. November 2014
Quelle: Fanzeit

Während die Bewegung „Hooligans gegen Salafisten“ es nach der Demo in Köln landesweit mit einem Schlag auf die Titelseiten geschafft hat, verhielt sich die Gruppe selbst vergleichsweise ruhig. Alle redeten über die „Hooligans gegen Salafisten“, die Initiatoren schwiegen sich aus.

In einer am Sonntag veröffentlichten Stellungnahme räumt die Gruppe nun erstmals Fehler bei der Demonstration in Köln am 26. Oktober ein. „Wie ihr alle gehört, gelesen oder miterlebt habt, lief in Köln nicht alles optimal, aus diesen Fehlern haben wir gelernt und viele Dinge für unsere Demo am 15. November beschlossen. Zu erwähnen ist aber auch, dass weniger als zehn Prozent der Teilnehmer sich nicht ordnungsgemäß verhalten haben. Wir möchten uns an dieser Stelle bei Betroffenen entschuldigen.“

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Gleichwohl lässt die Gruppe die Gelegenheit nicht ungenutzt, um an gleicher Stelle der Polizei eine gehörige Mitschuld an der Eskalation zuzuweisen. Zudem seien Steine und Raketen „von der anderen Seite“ auf Demonstrationsteilnehmer geflogen. Gemeint ist wohl die Gegendemonstration, die auf dem Vorplatz des Kölner Doms stattgefunden hat. Weiterhin kritisieren die „Hooligans gegen Salafisten“ die ihres Erachtens einseitige Berichterstattung und den Versuch, sie dem rechten Lager zuzuordnen.

Nächster Halt: Hannover

Nachdem der vermeintliche Veranstalter der Demo in Berlin sich bei den Behörden gemeldet und die Anmeldung wieder abgeblasen hat, die ohne sein Wissen angemeldet wurde, ist für dasselbe Datum nun von den „HoGeSa“ eine Kundgebung in Hannover angesetzt. Zu der Veranstaltung in Berlin habe unter anderem die NPD aufgerufen. „Wir, die HoGeSa, lehnen bei unseren Veranstaltungen prinzipiell andere Parteien ab“, heißt es dazu. Wie sich dieser Grundsatz damit vereinbaren lässt, dass ein führendes Mitglied der Partei „Pro NRW“ die Demo in Köln angemeldet hatte, werden die „Hooligans“ vielleicht ja sich selbst erklären können. Ein kurzfristig eröffnetes Spendenkonto ist nach eigenen Angaben derweil ohne Angabe von Gründen kurz nach Einrichtung wieder geschlossen worden.

Für die Demonstration in Hannover haben auf einem Umfrageformular bislang knapp 700 Teilnehmer ihr Kommen angekündigt.