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National

HoGeSa-Demo bleibt nicht friedlich

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 26. Oktober 2014
Quelle: imago

Das Treffen der ominösen Bewegung „Hooligans gegen Salafisten“ auf der Kölner Domplatte am heutigen Tag war von vielen unschönen Szenen begleitet. Auf der einen Seite flogen Steine, Dosen, Böller und Flaschen, auf der anderen wurden Pfefferspray und Wasserwerfer eingesetzt. Fanzeit berichtet aus Köln.

Die Anzahl der Demonstranten auf Seiten von HoGeSa war schwer zu überblicken, der WDR schätzt die Zahl auf rund 2500 Hooligans, die sich am heutigen Sonntagnachmittag versammelt haben.

Zunächst verlief das Eintreffen und die Kundgebung friedlich, doch dann kippte die Stimmung. Zwar wurde seitens HoGeSa angestrebt die Demonstration möglichst friedlich und unpolitisch zu halten, doch die Bestrebung schien bald vergebens.

Demoteilnehmer brüllten Parolen wie „frei, sozial und national“ oder „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus.“ Journalisten und Polizisten wurden mit Flaschen und Steinen beworfen. Ein Kameramann erlitt eine Platzwunde am Kopf.

Die Situation spitzte sich zu als die Polizei sich dazu entschloss mit Pfefferspray und Schlagstöcken gegen die HoGeSa-Demonstranten vorzugehen.

In Rücksprache mit der Polizei Köln berichtete uns Pressesprecher André Fassbender, dass die Demonstration von HoGeSa nach den ersten Angriffen auf die Polizisten vom Versammlungsleiter der Hooligans offiziell beendet wurde. Der Großteil dieser ignorierte aber den Versammlungsabbruch und zog weiter Richtung Breslauer Platz. Dort gab es gegen 17 Uhr weitere Auseinandersetzungen mit der Polizei, unter anderem wurde ein Polizeitransporter umgeworfen.

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Um 17 Uhr versuchten zudem mehrere Hooligans sich ihren Weg durch die Seitenstraßen hin zu der Gegendemonstration der Antifa zu bahnen.

Der Express berichtet unterdessen von sehr exotischen Deeskalationsmethoden der Polizei. Kurz vor 18 Uhr soll die Demo mit einer ruhigen Piano-Version von Helene Fischers Schlager „Atemlos“ beschallt worden sein.

Das vorläufige Fazit der Polizei sind 13 verletzte Beamte, 1 verletzter Demonstrant und 6 freiheitsentziehende Maßnahmen.

 

st