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National

Hitlergruß und Naziparolen im Memminger Fanblock

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 17. November 2014
Quelle: imago

Am Rande des Regionalliga-Spiels beim FV Illertissen sollen Fans des FC Memmingen mit Naziparolen und dem Zeigen des Hitlergrußes auffällig geworden sein. Wie die Polizeiinspektion Illertissen berichtet, konnten die Täter festgestellt und angezeigt werden. Weiterhin sei es zu einem Vorfall mit Pyrotechnik und einer Auseinandersetzung mit Polizeibeamten am Memminger Bahnhof gekommen. 

Nachdem einige Memminger Fans ein bengalisches Feuer gezündet hatten und die Polizei eingriff, sei es am Bahnhof zu einem Gerangel mit mehreren alkoholisierten Fans gekommen. Beim Versuch der Festnahme eines Fans habe einer seiner Mitstreiter einen Polizisten in den Rücken getreten, berichten die Beamten. Die Rädelsführer landeten in der Ausnüchterungszelle. Sie erwarten außerdem mehrere Anzeigen wegen Körperverletzung, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

Der FC Memmingen hat auf die Vorfälle bereits reagiert und in einer Mitteilung erklärt, dass es sich bei den auffällig gewordenen Fans nur um einzelne Personen handele, die dem Ruf des Vereins schadeten. Der Memminger Fanclub Inferno habe die Person, die den Hitlergruß gezeigt habe, bereits der Gruppe verwiesen. Die Ultra-Gruppe, die nach eigenen Angaben aus 15 Personen besteht, distanziert sich auch auf ihrer Homepage von Rassismus.

2013 erst hatte Inferno Memmingen einen herben Dämpfer hinnehmen müssen, nachdem einige Mitglieder der Gruppe aufgrund von Vorfällen beim Derby gegen Illertissen ein zweijähriges Stadionverbot erteilt bekommen hatten.

 

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Die Mitteilung des FC Memmingen im Wortlaut:

Zu den Vorfälllen mit der zusammenhängenden Berichterstattung rund um das Regionalliga-Derby zwischen dem FV Illertissen und dem FC Memmingen nimmt die Vorstandschaft des FCM wie folgt Stellung:

Der Fußballclub Memmingen distanziert sich von den Vorfällen am Rande des Derbys in der Fußball-Regionalliga am vergangenen Samstag in Illertissen mit Schmierereien am Vöhlin-Stadion, rechtsradikalen Parolen und einem weiteren Vorfall mit Pyrotechnik und Widerstand gegen Polizeibeamte am Memminger Bahnhof. Solche Vorkommnisse werden in keiner Weise toleriert und im Rahmen der Möglichkeiten des Vereins auch geahndet. Vor und nach dem Spiel haben Vorstand und der Sicherheitsbeauftragte des FCM versucht, positiv auf die Fans einzuwirken. Bereits in der Vergangenheit wurden bei anderen Vorfällen in Absprache mit den Sicherheitsbehörden strikte Stadionverbote ausgesprochen.

Der FC Memmingen legt Wert auf die Feststellung, dass es sich nur um einzelne Personen handelt, die hier auch dem guten Ruf des Vereins schaden. Es wurde festgestellt, dass eine Person darunter war, die nach einem Flaschenwurf auf einen Gästebus bei einem Eishockey-Spiel des ECDC Memmingen bereits amtsbekannt ist und gegen die ein Besuchsverbot für alle Memminger Sportstätten verhängt wurde.

Auch der Fan-Club Inferno hat gegenüber dem FCM bereits Stellung genommen und klargestellt, dass keinerlei rassistische Parolen toleriert werden. Derjenige, der den Hitlergruß gezeigt hat, sei aus der Gruppe verwiesen worden.

Die Vorstandschaft des Fußballclubs Memmingen e.V.