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National

Hitlergruß im Hertha-Block

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 20. Mai 2014
Quelle: Sludge G, via Flickr | CC BY 2.0

Das Regionalliga-Spiel der U23 von Hertha BSC beim SV Babelsberg nahmen einige Fans des Bundesligisten offenbar zum Anlass, ihrer rechtsextremen Gesinnung Ausdruck zu verleihen. Neben antisemitischen, rassistischen und antiziganistischen Gesängen berichten Babelsberger Fans auch davon, dass ein Hertha-Anhänger sekundenlang den Hitlergruß gezeigt habe.

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Die Vorfälle will Hertha offenbar nicht unkommentiert stehen lassen: Der Hauptstadtklub hat nun eine Stellungnahme zu den Ereignissen des vergangenen Wochenendes herausgegeben. Darin heißt es, dass man das Verhalten einiger Zuschauer im Gästeblock mit Erschrecken zur Kenntnis genommen habe. „Für dieses inakzeptable Verhalten, welches im krassen Gegensatz zu den Grundsätzen von Hertha BSC steht, entschuldigen wir uns beim gastgebenden Verein und dessen Fangemeinde. Hertha werde daher die Behörden, die sich inzwischen mit dem Fall befassen, nach Kräften unterstützen. Neben strafrechtlicher Verfolgung müssen die betreffenden Personen nun auch mit langjährigen Stadionverboten rechnen. „Hertha BSC legt außerdem besonderen Wert auf die Feststellung, dass sich unsere Fans nicht nur vehement distanzieren, sondern die allgemeine Einstellung des Klubs unterstützen, fördern sowie sich grundsätzlich nachhaltig für ein tolerantes und offenes Miteinander einsetzen.“

 „Berlin ist seit jeher eine weltoffene Stadt und Hertha BSC ein toleranter Verein“

In einer weiteren Stellungnahme erklärte Steffen Toll, Vorsitzender des Förderkreises Ostkurve: „Aus der aktiven Fanszene von Hertha BSC war am Samstag niemand vor Ort. Daher haben wir von den Vorkommnissen erst im Nachhinein erfahren. Das, was dort einzelne, uns unbekannte Personen abgeliefert haben, hat mit Lokalrivalität nichts zu tun! Wer etwa den Hitlergruß zeigt oder rassistische und antisemitische Hetze betreibt, handelt nicht im Namen von Hertha BSC und kann ganz gewiss auch nicht auf Rückendeckung aus der Fanszene hoffen. Ein solches, unerträgliches Verhalten ist nicht hinzunehmen und es ist eine Schande für unseren Verein. Die dafür verantwortlichen Personen werden zu recht die strafrechtlichen Konsequenzen tragen müssen. Berlin ist seit jeher eine weltoffene Stadt und Hertha BSC ein toleranter Verein. Diesen Werten sind alle Herthaner verpflichtet; heute und auch morgen.“