Anzeige

Hintergründe

Historische Spielstätten: FC Schalke 04

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 13. November 2014
Quelle: imago

Parkstadion:

Nachdem die Zuschauernachfrage die Platzkapazität der GAK überstieg und die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land anstand, ist mit den Planungen für das Parkstadion begonnen worden. Dieses wurde schließlich im Stadtteil Erle auf dem Berger Feld errichtet.

Ursprünglich sollte das Parkstadion Ruhrstadion heißen. Ironischerweise taufte der VfL Bochum später das ehemalige Stadion an der Castroper Straße auf den Namen Ruhrstadion.

Zunächst sollte das Parkstadion ein Zeltdach, ähnlich dem des Olympiastadions in München, erhalten. Diese Idee wurde aber aus Kostengründen verworfen.

1973 ist das neue Parkstadion eingeweiht worden und bot zunächst 70.600 Zuschauern Platz. Nach einem Umbau 1998 verringerte sich die Kapazität auf 62.000 Plätze.

Das Eröffnungsspiel am 4. August 1973 ging mit 1:2 gegen Feyenoord Rotterdam verloren.

Luftbild ParkstadionQuelle: FC Schalke 04
Quelle: FC Schalke 04

Anzeige

 

Schalkes ehemaliger Präsident Günter Eichberg kündigte bereits 1989 eine neues Stadion mit dem vorgesehenen Eröffnungstermin 1992 an. Allerdings dauerte es letztlich noch bis 2001, ehe das Parkstadion endgültig seine Pforten schließen sollte.

Ausgerechnet dieser letzte Spieltag im Parkstadion wurde jedoch zu einem der tragischsten Momente in der Schalker Vereinsgeschichte. Trotz eines 5:3-Heimsieges gegen Unterhaching wurde den Schalkern durch ein Bayern-Tor in der Nachspielzeit der Auswärtspartie beim Hamburger Sportverein der bereits sicher geglaubte Meister-Titel in letzter Sekunde entrissen.

imago00325586hQuelle: imago
Quelle: imago

19.05.2001: Noch fröhlich gestimmt. Ein Trommler vor dem letzten Heimspiel im Parkstadion. Im Hintergrund die Nordkurve

Seit dem das Parkstadion „außer Dienst gestellt“ wurde, dient es als Trainingsplatz einzelner Schalker Mannschaften. Große Teile des Stadions sind inzwischen abgerissen worden, jedoch blieben die zwei Flutlichtmasten der Nordkurve „als Wahrzeichen“ erhalten.

Von der früheren Nordkurve, dem Stehplatzbereich der treuesten Schalker Fans, ist heute nur noch ein Grashang übrig.

imago14886936hQuelle: imago
Quelle: imago

Das Parkstadion heute mit Blick auf die Nordkurve

Auf Seite 3: Willkommen in der Moderne: Die Schalker Arena