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Hintergründe

Historische Spielstätten: FC Schalke 04

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 13. November 2014
Quelle: imago

Der FC Schalke 04 ist wohl unzweifelhaft einer der traditionsreichsten Clubs in Deutschland. Für alle Nostalgie-Freunde präsentieren wir hier Wissenswertes und Kurioses zu den historischen Spielstätten des Vereins.

Die Anfangsjahre des später als FC Schalke bekannten Vereins waren sehr vom Umbruch geprägt, was sich auch auf deren Spielstätten niederschlug. Der 1904 gegründete Vorgängerverein Westfalia Schalke trug zunächst seine Spiele auf einer holprigen Wiese vor dem Gutshof „Haus Goor“ im Gelsenkirchener Stadtteil Heßler aus. Heute erinnert nur noch die Straße „Goorshof“ an den 1930 abgerissenen Gutshof.

Haus_GoorQuelle: http://www.gelsenkirchener-geschichten.de/
Quelle: http://www.gelsenkirchener-geschichten.de/

Platz von Westfalia Schalke vor dem Haus Goor

Nachdem Westfalia 1912 mit dem Schalker Turnverein 1877 fusionierte, spielte die Mannschaft fortan auf dem Platz der Turner an der Grenzstraße in Gelsenkirchen. Der heutige Vereinsname entstand am 5. Januar 1924, als sich die Fußballabteilung von der Turnabteilung trennte.

Vier Jahre später erhielt der FC Schalke das erste eigene Stadion: Die Kampfbahn Glückauf.

Glückauf-Kampfbahn (offiziell: Kampfbahn Glückauf)

Schalke04_48533Quelle: FC Schalke 04
Quelle: FC Schalke 04

31.07.1954: Freundschaftspiel zwischen Schalke 04 und dem 1.FC Nürnberg (3:4)

Die Glückauf-Kampfbahn, kurz GAK, ist im Gelsenkirchener Stadtteil Schalke gelegen. Sie wurde ab August 1927 auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Consolidation errichtet. Offiziell eröffnet wurde die GAK am 2. September 1928. Der Name des Stadions bezieht sich auf den Bergmannsgruß und soll so die Verbindung des Vereins mit der lokalen Kohleindustrie verdeutlichen.

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Das Eröffnungsspiel bestritt der FC Schalke gegen die SV Köln Sülz. Die Begegnung endete 3:3.

Das neue Schalker Stadion besaß 1.200 Sitz- und 34.000 Stehplätze. Ursprünglich war die GAK als reines Stehplatzstadion geplant, wenige Wochen vor der Eröffnung wurden jedoch 1.200 zusätzliche Sitzplätze eingerichtet. Für einen Arbeiterclub war dies sehr ungewöhnlich, da zu dieser Zeit nur „Lackschuhvereine“ mit entsprechendem Publikum Sitzplätze anboten.

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23.10.1965: Der FC Schalke spielt gegen den FC Bayern München (1:1) 40.000 Zuschauer in der Kampfbahn Glückauf

Trotz der Kapazität von 35.200 Plätzen besuchten bei manchen Spielen weitaus mehr Zuschauer die Spiele, da sie auf Erdwällen rings um das Stadion stehen konnten. So wurde auch 1931 beim Freundschaftspiel zwischen Schalke und Fortuna Düsseldorf der ewige Zuschauerrekord in der Kampfbahn erreicht. 70.000 Zuschauer verfolgten das Spiel im Stadion.

Während des 2. Weltkriegs wurde das Stadion fast vollständig zerstört, konnte aber anschließend wiederaufgebaut werden. Bis auf wenige bauliche Maßnahmen blieb die Struktur des Stadions unverändert. 1950 wurde Kassenhäuschen errichtet, 1956 kam die erste Flutlichtanlage hinzu.

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09.06.1973: Das letzte offizielle Heimspiel des FC Schalke in der Kampfbahn Glückauf

Das letzte Spiel in der GAK war die Bundesligapartie gegen den Hamburger SV. Das Spiel endete mit einem 2:0 Sieg der Schalker.

Bis 2006 spielten anschließend die Nachwuchsmannschaften des FC Schalke in der Glückauf-Kampfbahn, heute bietet sie DJK Teutonia Schalke-Nord ein Zuhause.

Auf Seite 2: Die zweite Schalker Heimstätte: Das Parkstadion