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National

HFC-Fans begrüßen Abzug der DFB-Fördergelder

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 05. September 2017
Quelle: imago

In einer Stellungnahme erklärt die aktive Fanszene des Halleschen FC, dass sie das Vorgehen des DFB, seine Fördergelder in Höhe von 128.000€ einzustellen und nach freien Trägern zu suchen, für den richtigen Schritt hält.

Dadurch erhoffen sich die Fans um den HFC-Fankurvenrat, die HFC-Fanszene e.V. und die Saalefront-Ultras ein von der Stadt Halle unabhängiges Fanprojekt. Sie sind weiterhin schockiert, wie mit der Versetzung des Fanprojektleiters Steffen Kluge die Arbeit von zehn Jahren zerstört wurde und hoffen, dass eine freie Trägerschaft „politische Machtspiele“ dieser Art zukünftig nicht zulässt. Dafür ist in den Augen der Fanszene ein freier Träger notwendig, denn bei der Stadt fehlt das „Vertrauen und ein Dialog auf Augenhöhe“.

Nachfolgend die Stellungnahme im Wortlaut.

Am Freitag den 01.09.2017 verkündete die Stadt Halle (Saale), dass sie die Fortführung des Fanprojektes mit sofortiger Wirkung eingestellt habe. Der DFB als wesentlicher Finanzmittelgeber des Fanprojektes teilte tags zuvor mit, das Projekt unter städtischer Trägerschaft nicht mehr zu fördern. Der Verband sah keine Anhaltspunkte dafür, dass es der Stadt Halle (Saale) gelingen könnte, ein geeignetes Verhältnis zur Fanszene des Halleschen FC und zur Zielgruppe von Fanprojektarbeit (wieder)herstellen zu können.

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Wir begrüßen die Entscheidung des DFB sehr, die Förderung unter städtischer Trägerschaft zu verwehren, und stattdessen einen freien Träger für den Wiederaufbau zu suchen. Das Vertrauen zwischen Stadt und HFC-Fans war und ist durch die Art und Weise der Absetzung des Fanprojektleiters und dem daraufhin seitens der Stadt verwehrten Dialog unwiederbringlich zerstört. Für eine gut funktionierende soziale Jugendfanarbeit ist jedoch das Vertrauen und der Dialog auf Augenhöhe der wichtigste Baustein. Leider hat man im Rathaus bis heute nicht verstanden, was Fanprojektarbeit bedeutet. Dies untermauerte die Aussage von Herrn Paulsen: „Es ist bedauerlich, dass der Boykott gerade von denjenigen Fans ausgeht, die nicht Zielgruppe des Projektes sind.“

Es bleibt die erschreckende Erkenntnis, wie der Oberbürgermeister als Einzelperson die gut funktionierende Fansozialarbeit von 10 Jahren per Handstreich zerstören konnte. Es zeigt aber auch, wie wichtig es ist, das Fanprojekt einem freien Träger zu übergeben, um politische Machtspiele in diesem Bereich zu vermeiden.

Wir hoffen, dass der DFB gemeinsam mit den anderen Fördermittelgebern und unter Einbindung der Fanszene einen freien Träger findet, um die ausgezeichnete Arbeit des Fanprojektes in Halle fortzuführen. Wir hoffen auch, dass die Mitarbeiter des alten Fanprojektes dem neuen Fanprojekt positiv gegenüber stehen und bedanken uns abermals für die jahrelange gute Zusammenarbeit.

HFC-FANKURVENRAT
HFC-Fanszene e.V.
Saalefront-Ultras