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National

HFC-Fankurvenrat erhebt Vorwürfe gegen den Verein

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 21. Januar 2016
Quelle: imago

Weil sich zahlreiche Fans des 1. FC Magdeburg für das Derby beim Halleschen FC am Sonntag (14 Uhr) mit Karten für den Heimbereich eingedeckt haben, sollen die HFC-Anhänger die dort eigentlich ihre Plätze haben, auf andere Blöcke ausweichen. Der HFC-Fankurvenrat, Dachverband der Halle-Fans, zeigt sich enttäuscht vom Verhalten des eigenen Vereins, insbesondere weil er bereits im Vorfeld auf die Problematik aufmerksam gemacht hatte. 

„Dass dies keine Beachtung fand und man die jetzige Situation bedauert, haben wir dem Vorstand auch am Montag ausführlich in einem internen Schreiben mitgeteilt. Wir sind vom Vorstand des Halleschen FC zutiefst enttäuscht“, heißt es in einer Stellungnahme des HFC-Fankurvenrats. Der Dachverband wirft den Verantwortlichen vor, nicht im Sinne seiner Mitglieder und Fans zu handeln.

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„Wie konnte es möglich sein, dass jeder HFC-Fan maximal 4 Karten pro Person im Wosz-Fanshop bekam und in den MZ-Ticketcentern 30-50 Karten pro Person an FCM-Fans verkauft wurden!? Wieso gibt es vor sicherheitsrelevanten Spielen keine genaueren Abstimmungen und Beschränkungen im Rahmen des Ticketverkaufes? Wieso wurde erst so spät reagiert? Und vorallem, wieso sollen HFC-Fans aus ihren angestammten Bereichen weichen?“, fragen sich die Fans.

Die Erklärungsversuche von Präsident Michael Schädlich, der die Umsiedlung der HFC-Anhänger mit Sicherheitsbedenken rechtfertigte, bezeichnet der Fankurvenrat als „Schlag ins Gesicht eines jeden HFC-Fans. Wieso kann man nicht einfach mal Fehler eingestehen!? Denn diese sind in dem Fall getätigt worden!“

Angesichts der besonderen Situation fordert der Fan-Dachverband nun die HFC-Fans auf, „im Stadion noch mehr zusammenzurücken und dem Verein aus dem Norden klar zu zeigen, wer hier Heimspiel hat! Es gilt sich nicht auf den Nebenmann zu verlassen, sondern selbst alles für einen Derbysieg zu geben, um im Anschluss am Dienstag den 50. Jahrestag unseres Clubs gebührend feiern zu können!“