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HFC-Anhänger verpassen erste Halbzeit in Magdeburg wegen Brandstiftung

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 28. November 2017
Quelle: imago

Am vergangenen Samstag reisten die Fans des Halleschen FC erstmals nach dem Tod eines FCM-Fans wieder zum Spiel nach Magdeburg. Trotzdem war der Gästeblock phasenweise leer, da ein Zug mit über 300 HFC-Anhängern aufgrund einer Signalstörung mit erheblicher Verspätung einfuhr. Ursache ist möglicherweise ein geplanter Anschlag der Magdeburger. 

Die Polizei berichtet, dass unbekannte Täter am Haltepunkt Marke einen Kabelschacht öffneten und die Kabel mit einer Bengalofackel in Brand setzten. Die Feuerwehr musste eingreifen, doch der Schaden konnte nicht abgewendet werden. Die Licht- und Signaltechnik war gestört und die Strecke blieb bis 12.07 Uhr gesperrt. Ein Zug mit 307 HFCl’ern erreichte daher erst nach Anpfiff um 14.12 Uhr den Bahnhof Magdeburg-Herrenkrug. Eine Verschiebung des Anpfiffs war allerdings wegen der TV-Übertragung des MDR nicht möglich. Die Ermittlungen bezüglich der Brandstifter laufen noch.

Als die Nachzügler schließlich das Stadion erreicht hatten, verließ auch der Rest den Gästeblock, um sie in Empfang zu nehmen. Allerdings versammelten sich auch einige Magdeburger vor den Blöcken und es kam zu Auseinandersetzungen. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, sollen Steine und Flaschen in Richtung der Gästefans geflogen sein. Die Polizei ging anschließend dazwischen. Die Rückreise konnten die Fans aus Halle geschlossen antreten. Dabei gab es keine größeren Vorfalle, lediglich zwei persönliche Strafen wegen Diebstahl und unerlaubtem Rauchen im Bahnhofsbereich.