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National

Hertha-Fans sehen ihre Menschenrechte verletzt

Autor: peter Veröffentlicht: 06. Mai 2014
Quelle: imago

Hertha-Fans sehen nach den Vorkommnissen in Bremen und in Schwerin ihre Menschenrechte verletzt. Mit offenen Briefen wollen sie nun für Aufmerksamkeit sorgen. Auf Facebook wurde daher eine Mitmachaktion gestartet.

Das Wochenende verlief für viele BSC-Anhänger sehr unangenehm. Es kam zu handfesten Ausschreitungen mit Bremern, Polizisten und auf der Rückreise mit Hansa-Rostock-Fans. Laut einem Fan-Bericht auf facebook war sogar die Anreise sehr schwierig. Die Rede ist von „14 Stunden unter unzumutbaren Zuständen.“ Ganz zu schweigen von der sportlichen Niederlage. Fans der Hertha füllen sich von der Polizei, der Deutschen Bahn – nicht zuletzt Hauptsponsor der Berliner – und dem eigenen Verein schlecht behandelt und sehen sogar ihre Menschenrechte verletzt.

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„In Schwerin hatten Hooligans von Hansa Rostock auf die Herthaner gewartet und schlugen alles kurz und klein ( auch Kinder und Frauen )“, heißt es im Bericht auf facebook über die Vorkommnisse am Wochenende, bei denen Rostock-Anhänger und Herthaner auf der Rückfahrt vom jeweiligen Auswärtsspiel nahezu zeitgleich in Schwerin umsteigen mussten.

„Man hätte es verhindern können!“, heißt es in dem Text weiterhin. Die Vorwürfe gehen dabei vor allem in Richtung Polizei: „Ein ‚gutes‘ Beispiel für polizeiliche Willkür, Intoleranz, Fehleinschätzungen, Inkompetenz der Verantwortlichen in allen Belangen und Bereichen und für all die anderen Probleme, die es leider noch im Fußball gibt.“ Aber auch die Bahn hätte das Zusammentreffen der beiden Ost-Fanlager in Schwerin verhindern können, heißt es in dem offenen Brief.

Vom eigenen Verein selbst wünschen sich die Fans ebenfalls mehr Verantwortung: „der Verein Hertha BSC darf nicht länger wegschauen und muss sich für seine Fans, die ihn tragen und deren Rechte einsetzen.“

Die Facebook-Seite „Hertha BSC Traditionsverein“ ruft nun dazu auf, dass Hertha-Fans die schon vorgefassten offenen Briefe per Post an den Bundesligisten abschicken.