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National

Hertha BSC fordert Einführung der 300-Kilometer-Regel

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 16. September 2014
Quelle: imago

Einen Negativ-Preis nimmt niemand gerne an. Bei Hertha BSC hat die Verleihungs des SpielAnsetzungsMonsters (SAM) für die weitesten Auswärtsfahrten im Monat September durch die Fanorganisation ProFans aber immerhin etwas angestoßen. Der Bundesligist hat sich nun öffentlich für die Einführung der 300-Kilometer-Regel stark gemacht.

Ursprünglich hatte sich ProFans unter dem programmatischen Namen Pro 15:30 zusammengeschlossen. Eine Rückverlegung aller Spiele auf den Samstagnachmittag scheint in Zeiten von Pay TV aber ausgeschlossen. Als Vorschlag zur Güte wirbt ProFans unter anderem mit der Verleihung des SAM dafür, an Freitagen, Sonntagen und Montagen jeweils nur noch zwei Mannschaften gegeneinander spielen zu lassen, die mehr als 300 Kilometer Anreise auf sich nehmen müssen.

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Als Reaktion auf die „Auszeichnung“ hat der Bundesligist nun erklärt: „Hertha BSC und seine Fanszene fordern hiermit die Verantwortlichen der Spieltagsplanung auf, endlich die 300-Kilometer-Regel einzuführen.“ Geschäftsführer Ingo Schiller ergänzt: „Wir plädieren grundsätzlich für die Einführung der 300-Kilometer-Regel. Gerade an Freitagen sollte es nicht zu Ansetzungen wie Freiburg-Hertha kommen. Wir werden dieses Thema auch noch einmal direkt bei der DFL ansprechen.“

 

Stefan Thumm, Leiter Fußball bei Sport 1 etwa, hält die 300-Kilometer-Regel unter gewissen Umständen sogar für fanunfreundlich. Es dürfte also nicht allein vom guten Willen der Vereine abhängen. Das Signal der Hertha ist keineswegs geringzuschätzen. Vorerst aber eben auch nicht mehr.