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National

Heidenheimer Ultras verurteilen Gesänge im Fanbus

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 08. April 2015
Quelle: imago

Das Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern war für den FC Heidenheim nicht nur sportlich ein Misserfolg. Obwohl zumindest die aktive Heidenheimer Fanszene insgesamt einen gelungenen Auftritt bei den „Roten Teufeln“ bilanzieren kann, trüben zwei Zwischenfälle das Gesamtbild nachdrücklich. Gleich mehrere Fanclubs sahen sich veranlasst, sich in einer gemeinsamen Stellungnahme von rechten Auswüchsen innerhalb der Fanszene zu distanzieren.

In zwei Fanbussen soll der einschlägige Gesang „Eine U-Bahn von Lautern bis nach Auschwitz“ angestimmt worden sein. Allemal Grund genug, dass sich „Fanatico Boys“, „Youngstars“, „Societas“ und „Unitas Aquileia“ in einer gemeinsam Stellungnahme scharf und unmissverständlich von derlei Lied- und Gedankengut distanzieren.

 

Nachfolgend die Stellungnahme im Wortlaut:

So reibungslos die ganze Aktionsfahrt Ost Unterwegs nach Lautern auch von Statten ging und so sehr sie uns ein weiteres Mal davon überzeugen konnte, auch in der nächsten Saison an ihr festzuhalten, müssen wir uns dennoch mit ein paar klaren Worten an euch alle wenden. Wie uns nach der Ankunft in Heidenheim zu Ohren kam, gab es in zwei Bussen schwerwiegende negative Vorfälle zu verbuchen. Genauer gesagt wurde das Lied „Eine U-Bahn von Lautern bis nach Ausschwitz“ angestimmt. Wir positionierten uns in der Vergangenheit schon mehrmals gegen Rassismus, organisierten Vorträge zu diesem Thema oder führten entsprechende Choreografien durch, wir forderten eine klare Nennung sowie Verbot rechtsradikaler Klamottenmarken in der Stadionordnung und produzierten Shirts mit einer klaren Message gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Leider gibt es immer wieder Menschen, die nicht nur resistent gegenüber einem gesunden und weltoffenen Menschenverstand agieren, sondern eben auch gegenüber unseren klaren Positionierungen. Also hier nochmal in aller Deutlichkeit:

Wir haben kein Bock auf euren menschenverachtenden Dreck! Wir haben kein Platz für Leute wie euch in unserer Kurve und werden solche Vorfälle in keinster Weise kleinreden geschweige denn dulden.

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Es ist traurig, dass diese Menschen genau Fahrten wie die nach Lautern ausnutzen, mit dem Glauben im Schutz der großen Masse unerkannt zu bleiben. Wir hoffen, dass alle Menschen die von diesen Gesängen mitbekommen haben, wissen, dass diese Leute weder zu uns gehören oder wir dieses Verhalten auch nur ansatzweise decken würden. Im Gegenteil!

Auch fordern wir alle Menschen dazu auf, wenn sie im Stadion oder auf der An- bzw. Abreise rassistische Vorfälle oder Äußerungen mitbekommen, sich bei uns zu melden.

Der FCH bzw. der Fußball im Allgemeinen verbindet Woche für Woche Menschen aller Couleur und ein jeder ist gleichermaßen willkommen und respektiert. Ausgrenzung und Rassismus wird bei uns niemals auf Akzeptanz treffen, ob er verbal oder gar durch gewalttätige Übergriffe zum Vorschein kommt!

In diesem Sinne: Kein Bock auf Nazis und Rassismus in unserer Kurve! Isso, bleibt so!

Fanatico Boys

Youngstars

Societas

Unitas Aquileia