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National

Heidenheimer Ultras im Stimmungsboykott

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 11. Mai 2017
Quelle: imago

Nicht nur in Gladbach, Nürnberg und Leverkusen befinden sich die Ultras aktuell im Konflikt mit ihren jeweiligen Vereinsverantwortlichen: Auch im beschaulichen Heidenheim ist es nun zu einem Bruch zwischen Klub und aktiver Fanzene gekommen. 

Beim Heimspiel gegen Hannover gipfelte dieser Bruch in einem Stimmungsboykott der aktiven Fanszene. Und der soll, wie die Ultragruppen Fanatico Boys und Unitas Aquileiae in einer Stellungnahme mitteilen, auch noch beim letzten Heimspiel der Saison gegen 1860 München aufrechterhalten werden.

Als Gründe für diesen Schritt nennen die Ultras diverse Einschränkungen vonseiten des Vereins, nachdem die Fanatico Boys beim Heimspiel gegen Bielefeld als Reaktion auf einen umstritttenen Polizeieinsatz ein Banner mit der Aufschrift „All Cops Are Bastards“ präsentiert hatten. So gelten ab sofort verschärfte Kontrollen an den Einlässen, insebsondere für Spruchbänder, Choreos und Fanmaterialien.

Vor diesem Hintergrund hat die aktive Heidenheimer Fanszene folgenden Schritte ergriffen:

  • Kein organisierter Support von unserer Seite aus bei den letzten beiden Heimspielen der Saison 2016/2017

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  • Anwesenheit nicht als Szene/Gruppen, sondern nur als Einzelpersonen und damit auch ohne jegliche Zaunfahnen

  • Keine Choreographien mehr auf unbestimmte Zeit

  • Keine Kooperation mehr mit dem Verein in gemeinsamen Aktivitäten (Allen voran Osttribüne Unterwegs)

  • Keine Gesprächsbereitschaft mehr gegenüber Vereinsmitarbeitern

  • Verzicht auf sämtliche Privilegien (Container, Arbeitskarten, Parkkarten, Lautsprecheranlage, …)

„Ab sofort wird jedes Spiel in Heidenheim wie ein Auswärtsspiel gehandhabt, mit allen Vor- und Nachteilen“, so die Heidenheimer Ultras. „Das bedeutet wir sind nur da wegen unserer Mannschaft, unseren Farben und unserer Stadt.“ Wie es in der kommenden Saison weitergeht, wollen die Gruppen in der Sommerpause entscheiden.