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National

Hat Viagogo den FC Schalke erpresst?

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 26. Februar 2015
Quelle: imago

Die Zusammenarbeit zwischen FC Schalke 04 und dem Ticket-Anbieter Viagogo war stets umstritten und endete in einem Schiedsspruch. Das unsägliche Kapitel ist nun um einen Vorwurf reicher.

Demnach soll bereits zu Beginn der Engagements Viagogo versucht haben, die Königsblauen zu erpressen. 2013 soll man sich über eine Zusammenarbeit ab August einig gewesen sein, bis dahin arbeitete Schalke noch mit CTE Eventim zusammen. Wie goal.com von Marketingvorstand Alexander Jobst erfahren hat, wollten die Vertreter der Ticketbörse bereits einen Monat früher einsteigen, sodass der Revierklub die Partnerschaft mit Eventim dahingehend gekündigt hat.

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Einen schriftlichen Vertrag für diesen zusätzlichen Monat habe es nicht gegeben, „was man uns durchaus zum Vorwurf machen kann“, so der Schalker Verantwortliche. Viagogo soll sich nach dieser Absprache nicht mehr gemeldet haben, um die technischen Abstimmungen des Partnerwechsels zu vollziehen. Für die Schalker sei es langsam ungewiss gewesen, ob die Kooperation zum vereinbarten Zeitpunkt beginnen könne. Hätte man im Sommer plötzlich keine Tickets verkaufen können, „wäre die Kritik von allen Seiten auf uns eingeprasselt.“

Viagogo soll sich dann kurzfristig gemeldet, nun aber Bedingungen gestellt haben, um den vereinbarten Zeitpunkt auch einzuhalten. Anstatt der ursprünglichen 3.000 Tickets wollte das Unternehmen über 3.600 Karten verfügen dürfen.“Steve Roest sagte mir am Telefon: ‚Wir können das Ganze auch verzögern.‘ Das wäre aus unserer Sicht katastrophal gewesen.“ Schalke habe daraufhin nachgegeben und den Vertrag entsprechend angepasst.

Äußern wollte sich Viagogo zu den Vorwürfen bislang nicht. Der Vorgang sei abgeschlossen und liege schon lange zurück.