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National

Hat die Trolli-Arena ausgetrollt?

Autor: peter Veröffentlicht: 13. Mai 2014
Quelle: By Franconia [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons | CC BY-SA 4.0

Die SpVgg Greuther Fürth kann mit Stolz behaupten seit 104 Jahren im selben Stadion zu spielen. Eine Tradition mit Seltenheitswert. Worauf aber viele Fans gar nicht stolz sind, ist der derzeitige Name der Fürther Spielstätte. Nach mehreren Sponsorenwwechseln heißt der ehemalige Sportpark Ronhof, nun schon seit 2010 Trolli Arena. „Nicht schön klingend“, wie es eine Initiative im Internet nennt, die sich für die Rückbenennung des Stadions in Sportpark Ronhof einsetzt. 

Laut der Initiative „Für immer Sportpark Ronhof“ wünschen sich etwa 97 Prozent der Fürther Fans den traditionellen Namen des Stadions zurück, sogar 80 Prozent würden finanziell dafür in die Bresche springen, behaupten die Ronhof-Befürworter. Am vergangen Sonntag veranstalteten mehrere hundert Fans einen Fanmarsch vom Rathaus zum Stadion um dieses dort symbolisch umzutaufen.

„Dieser Weg führt hin beziehungsweise zurück zum traditionellen Stadionnamen!“

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Mit einem alternativen Lösungsvorschlag will die Initiative nun einen Weg aufzeigen, um unglückliche „Sponsorname-Arena“-Stadionnamen, a la Trolli-Arena, zu verhindern. Die Lösung soll dabei sowohl dem Verein als auch dem Sponsor nur Vorteile bringen. Denn die Fürther wollen auf die finanzielle Unterstützung eines Geldgebers nicht verzichten, stattdessen schlägt die Organisation vor nur das Logo des Stadions zu verkaufen. Den traditionellen Namen „Sportpark Ronhof“ würde man in diesem Fall behalten. „Das offizielle Stadion-Logo erhält das Design des Firmenlogos des Sponsors, der damit auch ohne direkte Nennung seines Namens erkannt wird“, lautet der Vorschlag auf www.sportpark-ronhof.de.

Die Initiative will damit vor allem an die Tradition des Vereins anknüpfen: „Dieser Weg führt hin bzw. zurück zum traditionellen Stadionnamen! Gerade als kleiner Verein sollte die SpVgg ihre Tradition in den Vordergrund stellen und auch dazu stehen. Der Verein trägt seit 1910 seine Heimspiele am selben Ort aus – kann das ein anderer Profiverein von sich behaupten?“

Den Vorteil sieht die Gruppierung vor allem im „Imagegewinn und Steigerung des Bekanntheitsgrades“ und begründet das mit der „Vorreiterrolle, der Erste zu sein, der einen neuen Weg geht und zum traditionellen Stadionnamen zurückkehrt. Durch das Setzen auf traditionsbewusstes Denken wird man viele Sympathien stärken und hinzugewinnen.“ Auch der Sponsor solle von dem positiven Image profitieren.

Auf der Homepage der Initiative haben sich schon über 1500 Unterstützer eingetragen. Hier kann man mitmachen.