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National

Ermittlungen gegen Hansa-Fan wegen versuchten Totschlags

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 18. Januar 2015
Quelle: imago

Einem 32-jährigen Hansa-Rostock-Fan wird vorgeworfen, beim Spiel des FC Hansa gegen Dynamo Dresden am 29.11.2014 einen Stein auf einen Polizisten geworfen zu haben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags.

Der Vorwurf des versuchten Totschlags sei ein „seltener Vorwurf im Zusammenhang mit Fußballkrawallen“, gab Staatsanwalt Holger Schütt nach Informationen der Schweriner Zeitung am Freitag bekannt. Der Hansa-Fan soll zudem noch einschlägig vorbelastet sein.

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Den Tathergang kommentierte Schütt wie folgt: Der Hansa-Fan soll sich vermummt auf dem Stadiongelände aus einer „Masse von Gewalttätern“ heraus dem Polizisten genähert haben. Daraufhin habe er einen Gegenstand mit einer Kantenlänge von etwa zehn Zentimetern auf diesen geworfen. „Wer aus einer Entfernung von wenigen Metern einen solchen Stein auf einen Menschen wirft, nimmt dessen Tod in Kauf“, sagte Schütt. Bereits seit Dezember sitzt der Hansa Anhänger in Untersuchungshaft. Er hat die Tat nicht gestanden.

Der Chef der Polizeiinspektion Rostock, Michael Ebert, berichtet darüber hinaus, dass 2014 im Zusammenhang mit Straftaten rund um Fußball 383 Strafverfahren eingeleitet worden sind, davon 189 im Stadionbereich von Hansa Rostock. „Das sind Menschen aus der Gesellschaft, die den Ruf des Vereins, der Stadt und des Landes schädigen.“

 

st