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Hannover- und Schalke-Fans protestieren gemeinsam gegen Kind

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 28. August 2017
Quelle: imago

Wie angekündigt setzte die aktive Fanszene von Hannover 96 ihren Stimmungsboykott auch beim ersten Heimspiel der Saison gegen den FC Schalke 04 fort. Stattdessen gab es Proteste gegen Präsident Martin Kind, an denen sich nicht nur die Hannoveraner Fans beteiligten. 

So stimmten während der zweiten Halbzeit beide Fankurven Wechselgesänge gegen Martin Kind an. „Die Martin Kind, du Sohn einer Hure“ und „Scheiß Martin Kind!“-Rufe waren deutlich zu vernehmen. Zudem sprach sich die aktive Hannoveraner Fanszene auf zahlreichen Spruchbändern für den Erhalt der 50+1-Regel bei Hannover 96 aus.

„Martin Kind: Ein lupenreiner Demokrat“, „50 + 1 ist alternativlos“, „Wo nur Dein Profit regiert, wird jede Stimme erstickt“, Keine Stimmung ohne Mitbestimmung“ und „96 zum Eigentum erklärt, denn Demokratie und e. V. sind dir nichts wert“, war unter anderem in der Nordkurve zu lesen.

Unterstützung in ihrem Kampf um den Erhalt der 50+1-Regel erhielt die 96-Fanszene jedoch nicht nur von den Gästefans, sondern auch aus Portugal. Zur 51. Minute legten befreundete Ultras von Sporting Lissabon beim Spiel gegen Estoril eine Schweigeminute ein und präsentierten Transparente mit den Aufschriften „50+1 muss bleiben Hannover 96“ und „Enjoy the Silence“.

Still war es im Niedersachsenstadion jedoch mitnichten. Dafür sorgten allein schon die zahlreich angereisten Schalker, die sich ganz in Weiß im und um den Gästeblock breit gemacht hatten. Nach dem Führungstreffer für Hannover war schließlich sogar der nicht boykottierende Teil der Heimfans mit lauten „96 Olé“-Gesängen zu vernehmen – die 96-Anhängerschaft scheint bei den Themen 50+1 und Martin Kind gespalten.