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Hannover: Rassistische Beleidigungen gegen Balogun und Ujah

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 15. Januar 2018
Quelle: imago

Nach dem Spiel bei Hannover 96 machte Leon Balogun vom 1. FSV Mainz 05 über seine sozialen Netzwerke öffentlich, dass er und sein Teamkollege Anthony Ujah während der Partie rassistisch beleidigt wurden. Auch die Klubs haben bereits Stellung bezogen. 

Unter anderem mit Affenlauten seien Balogun und Ujah beim Warmmachen vor der Nordkurve rassistisch beleidigt worden, teilte der Abwehrspieler mit.

Baloguns Arbeitgeber stellte sich öffentlich hinter seine Spieler: „Ich bin absolut bestürzt über das, was Leon Balogun und Anthony Ujah am Samstag widerfahren ist. Es ist unbegreiflich, dass Spieler in der Bundesliga immer noch mit rassistischen Diskriminierungen konfrontiert werden. Der 1. FSV Mainz 05 steht zusammen mit seinen Spielern im Kampf gegen Rassismus und jegliche andere Form der Diskriminierung. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Rassismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit ein für alle Mal aus den deutschen Stadien zu verbannen“, sagte der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder.

Auch Hannover 96 distanzierte sich „deutlich und aufs Schärfste“ vom Verhalten seiner Anhänger: „Es ist eine hirnlose Aktion weniger Einzelpersonen gewesen, die wir nicht als Teil unserer 96-Gemeinschaft akzeptieren – denn sie haben nichts gemein mit den Werten, für die unser Klub seit langem steht.“

Der Verein will nun „alles uns Mögliche dafür tun, um diejenigen zu identifizieren, damit sich solch ein beschämender Vorfall nicht wiederholen kann.“ Hinweise, die zur Identifizierung dieser Personen beitragen, nimmt der Klub dankbar entgegen.

„Derartiges Gedankengut hat bei Hannover 96 absolut keinen Platz – und für die ganz, ganz große Mehrheit unserer Fans macht es überhaupt keinen Unterschied, welche Hautfarbe ihre Publikumslieblinge haben oder aus welchem Land sie stammen. Du hast recht, Leon: In keiner Kurve der Welt sollte Platz für Rassismus sein – und das ist auch unser ganz klares Statement!“, so der Klub weiter.