Anzeige

National

Hannover-Mitglieder wehren sich erfolgreich gegen Vereinsausschluss

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 17. April 2018
Quelle: imago

Im vergangenen Dezember schloss Hannover 96 36 Vereinsmitglieder aus, weil sie eine am Vorabend des Derby gegen Eintracht Braunschweig eine Auseinandersetzung mit gegnerischen Fans geplant haben sollen. Gerade rechtzeitig vor der Jahreshauptversammlung am Donnerstag hat ein gerichtliches Eilverfahren nun jedoch bestätigt, dass die Vereinsausschlüsse mehr als fragwürdig sind. Daher muss der Verein den betroffenen Fans den Zutritt, die Teilnahme und das Stimmrecht auf der Versammlung gewähren. 

Anzeige

Das teilt die Fanhilfe Hannover mit. Zwei betroffene Fans hatten gegen ihre Ausschlüsse aus dem Verein vor dem Amtsgericht Hannover geklagt und die jetzige Entscheidung in einem Verfahren im einstweiligen Rechtsschutz erreicht.

In der Entscheidung des Gerichts sieht die Fanhilfe auch eine Bestätigung dafür, dass „der Kampf gegen kritische Mitglieder und eine vereinsinterne Opposition“ der eigentliche Grund für die damaligen Ausschlüsse waren. Straftaten konnten den Beteiligten damals nicht nachgewiesen werden. „Es kann vermutet werden, dass bei Hannover 96, aus Angst vor der Stimmberechtigung bei kommenden Mitgliederversammlungen, die erste Möglichkeit genutzt wurde, diese Personen auszuschließen. All das unabhängig davon, ob rechtlich begründet oder eben nicht, was uns die heutige Entscheidung bereits gezeigt hat.“

Nach dem erfolgreichen Eilverfahren erhofft sich die Fanhilfe von der Vereinsführung „das Eingestehen des rechtswidrigen Ausschlusses aus dem Verein und das Messen mit zweierlei Maß, mit dem Zugeständnis in Hinblick auf die weiteren ausgeschlossenen Mitglieder.“ Zudem ist die Organisation überzeugt davon, dass die Unrechtmäßigkeit der Ausschlüsse auch im Hauptsacheverfahren festgestellt wird.