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Hannover-Fans brechen Dialog mit Polizei ab

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 30. Juli 2016
Quelle: imago

Im März dieses Jahres verhängte die Polizei Hannover 45 Aufenthaltsverbote gegen Fans von Hannover 96. Diese gelten für das Niedersachsenstadion und die Innenstadt von Hannover. Weil von der Maßnahme auch ein Fan betroffen ist, der sich vermittelnd zwischen Anhängern und Polizei einsetzte, empfiehlt die Fanhilfe Hannover nun allen 96-Fans den Kontakt zur Polizei zu vermeiden. 

Wie die Fanhilfe, der Fanbeirat Hannover 96 und die IG Rote Kurve in einer gemeinsamen Mitteilung erklären, ging besagter Fan mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Hannover gegen die Maßnahme der Polizei vor. In ihrer Klageerwiderung gab die Polizei jedoch als Begründung für das Betretungsbervot an, dass der Betroffene sich in Mönchengladbach zusammen mit zwei weiteren Personen als Vermittler zwischen 96-Fans und der Polizei zur Verfügung gestellt habe. Dies belege, dass er Rädelsführer sei.

Da das Gericht dieser Argumentation der Polizei folgte und die Klage abwies, empfiehlt die Fanhilfe allen 96-Fans, „sich auch in Zukunft bei Problemen nicht als Ansprechpartner der Polizei zur Verfügung zu stellen, da dies später negativ ausgelegt werden könnte.“  Diese Empfehlung wurde zudem allen Bundespolizeidirektionen sowie den Direktionen bzw. Präsidien der Landespolizeien an den Zweitligastandorten in einem offenen Brief mitgeteilt.

„Während die Polizei also einerseits immer wieder beklagt, `dass die Ansprechbarkeit der hannoverschen Fans wesentlich schlechter´ sei als an den anderen niedersächsischen Standorten, wird es andererseits den 96-Fans zum Nachteil ausgelegt, die sich bei konkreten Problemen vor Ort als Ansprechpartner und Vermittler zur Verfügung stellen“ kritisieren die Hannover-Fans.