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Hamburger Fanhilfe kritisiert Sicherheitskonzept nach Heimspielen

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 26. April 2018
Quelle: imago

Aus Angst vor Ausschreitungen hat der Hamburger SV für die letzten Heimspiele der Saison die Sicherheitsvorkehrungen deutlich erhöht. In den Augen der Fanhilfe Nordtribüne bewirken die Maßnahmen jedoch das Gegenteil. 

Seit dem Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 setzt der HSV unter anderem auf erhöhte Zäune auf der Nordtribüne. Zudem wird im gesamten Volksparkstadion nur noch alkoholfreies Bier ausgeschenkt. Änderungen gibt es auch in der Wegeführung für die Fans nach dem Spiel.

So sperrte die Polizei nach dem Spiel gegen Freiburg einige Umläufe, Treppenhäuser und den Tunnel zum Stellinger Bahnhof. Dies führte nach Angaben der Fanhilfe Nordtribüne zu großen Menschenansammlungen an diesen Punkten. „Trotz der fröhlichen und entspannten Stimmung nach dem Heimsieg führte dies zu mehreren Situationen, in denen die Stimmung zu kippen drohte, oder in denen sich Fans gezwungen sahen, sich andere Wege zu eröffnen, um dem gefährlichen Gedränge zu entgehen“, schildert die Fanhilfe.

Sollte der Hamburger SV am letzten Spieltag absteigen, befürchtet die Organisation, dass das Konzept die Zuschauer in einer dann möglicherweise sehr aufgeheizten Stimmung sogar gefährde. „Das Zusammenpferchen von Menschen, um diesen dann den Weg zu versperren oder diese durch Engpässe zu schleusen, ist kein Konzept, was der Sicherheit der Fans in irgendeiner Weise dienlich sein kann“, so die Fanhilfe.

Die HSV-Fans erinnern in diesem Zusammenhang auch an die Vorfälle beim Nordderby im Jahr 2010, als eine Polizeisperrung am Weserstadion für eine Massenpanik unter den Hamburger Anhängern sorgte. „Wir wollen so etwas nicht noch einmal erleben. Sofern die Verantwortlichen bei der HSV Fußball AG und der Polizei Hamburg diesen Wunsch teilen, fordern wir diese auf, ihr Sicherheitskonzept entsprechend anzupassen“, so die Fanhilfe.