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National

Haftstrafen für Mitgliedschaft in Hooligan-Gruppierung?

Autor: Robin Schwitzer Veröffentlicht: 20. Januar 2015
Quelle: Imago

Werden Hooligan-Gruppierungen demnächst als kriminelle Vereinigungen angesehen? Dieser Frage wird der Bundesgerichtshof am kommenden Donnerstag auf den Grund gehen. Das Urteil könnte vor allem der Strafverfolgung solcher Gruppierungen eine drastische Wendung herbeiführen.

In Deutschland ist schon allein die Mitgliedschaft, beziehungsweise die Unterstützung krimineller Vereinigungen strafbar. Ein solches Vergehen kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnisaufenthalt bestraft werden. Dabei sind mögliche andere Straftaten noch nicht mit einbezogen.

Im Mittelpunkt des Prozesses stehen fünf rechtsextreme Hooligans aus dem Bundesland Sachsen. 2008 wurden die fünf Männer wegen organisierter Schlägereien sowie einem Überfall auf einen Dönerladen in Dresden verurteilt. Fünf Jahre später wurden die Täter vom Landgericht aus Dresden der Gruppierung „Hooligans Elbflorenz“ zugeordnet. Des Weiteren wurde die besagte Gruppierung durch andere Vergehen wie Landfriedensbruch oder gefährlicher Körperverletzung als kriminelle Vereinigung eingestuft. Vier der fünf Täter wurden zu Freiheitsstrafen zwischen neun Monaten und vier Jahren verurteilt. 2009 löste sich die Gruppierung „Hooligans Elbflorenz“ wegen strafrechtlicher Verfolgung auf.

Am kommenden Donnerstag soll nun geklärt werden, ob organisierte vom Bundesgerichtshof als „sittenwidrig“ angesehen werden und Schlägereien zwischen Hooligans damit strafbar sind.

 

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rs