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National

Großkreutz steht zum Kontakt zu den Kölner „Boyz“

Autor: Kim Heeß Veröffentlicht: 18. Februar 2015
Quelle: imago

Das Rheinderby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln erhitzt noch immer die Fußballlandschaft. Jetzt wurde sogar Kevin Großkreutz vom BVB mit einbezogen, weil der offen Verbindungen zur Kölner Ultra-Gruppe „Boyz“ pflegt.

Die vermummten jungen Männer, die nach dem Abfiff in Gladbach den Platz stürmten und sich mit Polizei und Ordnern anlegten, wurden der Gruppierung zugeordnet. Der Verein verbannte die Gruppe, möchte die Randalierer nicht mehr im eigenen Stadion beherbergen.

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Kevin Großkreutz wiederum hat sich schon das ein oder andere Mal offen als Köln-Sympathisant geoutet. Ende 2014 postetete er bei Instagram Fotos von sich, die ihn in einem T-Shirt der Kölner Ultras „Boyz“ zeigt. Diese Bilder haben nach den Vorkomnissen von Samstag einen ganz neuen Beigeschmack bekommen. Das Statement von Großkreutz persönlich ließ daher nicht lange auf sich warten. Er stellt sich in seinem Post klar gegen jegliche Gewalt im Stadion, besteht aber auch darauf, dass die Kölner Ultras einen großen Anteil daran haben, dass sich viele Fans in Dortmund und Köln blendend verstehen, sich sogar bei Auswärtsfahrten gegenseitig unterstützen. In Zukunft wolle er jedoch noch genauer darüber nachdenken, wie er in der Öffentlichkeit auftritt.

„Hallo Fans, Freunde und Kritiker. Momentan vergeht kein Tag an dem ich nicht an meinem Comeback arbeite, um so schnell wie möglich wieder auf dem Platz zu stehen und unserer Mannschaft zu helfen. Ich weiß auch, dass ich meinen eigenen Ansprüchen und Leistungen – in der Hinrunde – einiges schuldig geblieben bin. Nach einer guten Vorbereitung bin ich nun leider noch außer Gefecht, aber wie oben schon erwähnt…. Weiter weiß ich auch, dass ich aufgrund meiner Vergangenheit immer „ein gefundenes Fressen“ für sämtliche Boulevardzeitungen bin, aber mich nun wieder in einen Zusammenhang mit den Vorkommnissen (MG-K) am vergangenen Wochenende zu bringen!? Eins vorab, Gewalt und Ausschreitungen haben – gerade – beim Fußball nichts zu suchen und gehören nicht in ein Stadion. Jeder der mich etwas genauer kennt, weiß, dass ich in der gesamten Fanschar von Dortmund Menschen kenne – ich habe unseren Fans soviel zu danken, denn ohne Euch wäre ich nicht da wo ich bin -DANKE. Die „Freundschaft“ bzw. gegenseitigen Sympathien zwischen den Vereinen Köln/Dortmund haben mir damals (Meisterschaft 2011) imponiert und ohne die „BOYZ“ (die die ersten Kontakte nach Dortmund hatten) würden heutzutage nicht Abertausende Fans beider Lager mit dem jeweils anderen Verein mitfiebern. Vergangenen „Winter“ habe ich mich für die aufmunternden Worte und Unterstützung nach dem Arsenalspiel bedankt – nun wird mir dies zum Verhängnis, obwohl ich nichtmal in MG war soll ich wissen wer da wie – was – wo gemacht haben soll?! Für die Aufklärungsarbeit sind die richtigen zuständig und ich werde in Zukunft weiter nicht mehr 2mal, sondern 3mal überlegen was man noch sagen, tragen oder machen darf, um nicht hinterher noch für xyz schuldig zu sein. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, entschuldigt, wenn ich jemanden vor den Kopf gestoßen habe und jetzt weiter alles für unsern BVB.

Ein von Kevin (@fischkreutz) gepostetes Foto am