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National

Großer Polizeieinsatz bei Amateurderby

Autor: Lukas Schäfer Veröffentlicht: 07. April 2015
Quelle: imago

Am Montag kam es in der Regionalliga Bayern zum Amateurderby zwischen den zweiten Mannschaften von 1860 München und dem FC Bayern München. Für die Begegnung im Grünwalder Stadion waren im Vorfeld die Sicherheitsauflagen verschärft worden.

Nachdem vergangene Woche die Sicherheitsauflagen für das Amateurderby verschärft worden waren, begegneten sich gestern die zweiten Mannschaften von 1860 München und dem FC Bayern München. Die Polizei hatte aufgrund der Vorfälle rund um das Hinspiel mit möglichen Ausschreitungen gerechnet und laut Süddeutscher Zeitung 1.000 Beamte im Einsatz. Das entspricht etwa fünf Mal so viel wie bei einem normalen Bundesligaspiel in der Fröttmaninger Arena. Die befürchteten Krawalle blieben jedoch aus.

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Auch während der Fanmärsche durch die Stadt blieb es offenbar weitgehend ruhig. Laut Polizeivizepräsident Robert Kopp und Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle habe sich die Erweiterung der Sicherheitszone um das Stadion bewährt. Die rivalisierenden Fanlager wurden voneinander getrennt. Jedoch musste der Fanmarsch der Bayernfans unterbrochen werden, nachdem Bengalos und Böller geworfen worden waren. Durch die vergrößerte Sicherheitszone konnten Krawallstifter bereits vorm Stadion aus dem Verkehr gezogen werden. Einige Fans, die sich nicht an das Vermummungsverbot gehalten hatten, oder Pyrotechnik dabei hatten, wurden festgenommen. Der Münchner Viktualienmarkt blieb von erneuten Verwüstungen verschont.

Im Vorfeld hatte der Club Nr. 12, eine Vereinigung aktiver Bayern-Fans, zu einer gemeinsamen Choreo im Stadion aufgerufen. Vor Spielbeginn präsentierten die Bayernfans eine Choreo mit rot-weißen Regenschirmen. Trotz der Warnung der Polizei, Übeltäter mit Videokameras zu identifizieren, wurde im Bayernblock Pyrotechnik gezündet, sodass die zweite Halbzeit erst verzögert angepfiffen werden konnte.

 

Das Konzept der Polizei sei aufgegangen, sagte Sprecher Wolfgang Wenger in der SZ. Die massive Präsenz habe Gewalttäter eingeschüchtert. Das Amateurderby konnte der FC Bayern München mit 1:0 für sich entscheiden.