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National

Gladbach – Sarajevo: Choreoverbot

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 28. August 2014
Quelle: imago

Eigentlich war für das wichtige Spiel heute Abend der Borussia aus Mönchengladbach gegen FK Sarajevo eine große Choreographie geplant. Der Fanbeauftragte teilte der Gruppe Sottocultura jedoch heute Vormittag mit, dass die Choreo nicht stattfinden darf. Die Gründe sind fragwürdig – betrachtet man das Hinspiel.

Fragwürdig, weil die Begründung des Verbots nicht mit dem Hinspiel zusammenpasst: Angeblich wurde „der zentrale Bestandteil der Choreo verboten, da die UEFA diesen als gewaltverherrlichend interpretiert hat.“ Im Hinspiel zeigten Sarajevo-Fans allerdings einen riesigen Totenkopf und einen Banner mit der Aufschrift „Hellcome to Sarajevo“.

Die Ultras aus Gladbach bedauern diese Entscheidung und wollen die Choreo nun nicht durchführen, da sie sich nicht von der UEFA vorschreiben lassen wollen, wie sie ihre Fankultur ausleben sollen. Trotzdem wollen sie die Mannschaft mit lautstarken Support unterstützen.

Wie fanzeit bereits berichtete, reisen wohl auch viele Dynamo Dresden-Fans nach Gladbach, weil diese eine Freundschaft mit den Ultras von FK Sarajevo pflegen.

 

Nachfolgend die Stellungnahme im Wortlaut:

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Choreoverbot!

Heute Vormittag wurde uns von unseren Fanbeauftragten mitgeteilt, dass die für heute Abend geplante Choreografie gegen Sarajevo verboten worden ist.

Konkret wurde der zentrale Bestandteil der Choreo verboten, da die UEFA diesen als gewaltverherrlichend interpretiert hat. Eine mehr als fragwürdige Begründung, wenn man bedenkt, dass wir im Hinspiel noch von einer großen ,,Hellcome to Sarajevo”-Choreo samt Totenkopf-Blockfahne begrüßt worden sind.

Wir hätten uns gewünscht, dass wir diesem besonderen Spiel einen ebenso würdigen Rahmen hätten bieten können. Die Alternative, die Choreo ohne das verbotene Element durchzuziehen, kommt für uns nicht in Frage. Wir wollen uns nicht vorschreiben lassen, wie unsere Fankultur auszusehen hat und der UEFA nicht noch damit in die Karten spielen, trotz der Einschränkungen ein treu-doofer Teil ihrer absurden Inszenierung zu sein.

Wochenlange Arbeiten, viel Mühe und viel Geld sind damit vorerst umsonst gewesen. Noch schlimmer ist, dass unserer Mannschaft bei diesem besonderen Spiel kein entsprechender Empfang geboten werden kann.

Lasst uns heute Abend darum doppelt so laut für die Jungs aus dem Platz singen – und lasst uns der scheiß UEFA genauso lautstark zeigen, was wir von ihr halten!

Fuck UEFA!!!

– Sottocultura –