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National

Giasinga Buam verlieren Zaunfahne an Bayern-Fans

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 19. Juli 2016
Quelle: Giasinga Buam

Am Samstag trat der TSV 1860 München im Grünwalder Stadion zum Testspiel gegen Borussia Dortmund an. Trotz des 1:0-Sieges gegen den Bundesligisten sollte es ein schwarzer Tag für die Fanszene der Löwen werden. 

So erbeuteten Fans des FC Bayern München nach dem Spiel offenbar die Zaunfahne und weitere Fan-Materialien der Ultragruppe Giasinga Buam. Wie das Fanbündnis „Für unsern Turn- und Sportverein“ in einer Stellungnahme erklärt, sollen die Bayern-Fans dabei in Überzahl das Auto einer Einzelperson überfallen und ausgeraubt haben.

Doch nicht nur der Verlust wichtiger Materialien – eigentlich gilt es als ungeschriebenes Ultra-Gesetz, dass mit dem Verlust der Zaunfahne die Auflösung der eigenen Gruppe einhergeht –  macht den Löwen-Fans zu schaffen, auch innerhalb der Szene brodelt es offenbar. So berichtet die tz davon, dass es insbesondere während der ersten Halbzeit des Testspiels zu einem regelrechten Wettstreit um die Stimmungshoheit gekommen sei – zwischen den Giasinga Buam auf der einen und Mitgliedern der kürzlich aufgelösten Gruppe Cosa Nostra auf der anderen Seite. Nach Informationen der Zeitung soll es sogar beinahe zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. In der zweiten Halbzeit habe sich die Lage dann jedoch beruhigt und die ehemalige Cosa Nostra habe die Giasinga Buam gewähren lassen.

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Dass nun jedoch beileibe nicht alles wieder gut ist, zeigt sich auch in der Darstellung der Ereignisse von Samstag vonseiten des Fanbündnisses „Für unsern Turn- und Sportverein“, das einst von den Gruppen Cosa Nostra und Blue Blood Fanatics ins Leben gerufen wurde. So wird in dem Statement mehrfach betont, dass „Sechzig & Giesing“ deutlich mehr sei, „als die in den Medien und sozialen Netzwerken überrepräsentierten Giasinga Buam.“ Zudem kritisiert das Bündnis die Bayern-Fans dafür, sich für den Zaunfahnen-Raub mit den Giasinga Buam „feige das schwächste Glied in der blauen Kette“ herausgepickt zu haben.

Während die betroffene Gruppe sich bisher nicht zu den Vorfällen geäußert hat, fordert der Zusammenschluss „Für unsern Turn- und Sportverein“ die Bayern-Fans zur Rückgabe der Materialien auf, da mit dem Überfall auf ein Privatauto eine Grenze überschritten worden sei. Andernfalls werde „rot zukünftig sehr oft feststellen, dass die Aktive Szene Sechzig deutlich größer ist, als die Giasinga Buam – wer Wind sät, wird Sturm ernten“, so die Drohung. Darüber hinaus macht das Bündnis öffentlich, dass es bereits am Freitagabend in Giesing zu Auseinandersetzungen mit Bayern-Fans gekommen sei. Diese wollen die Löwen-Fans jedoch für sich entschieden haben.