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National

Giasinga Buam protestieren gegen Stadionverbot für Vorsänger

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 16. September 2014
Quelle: imago

Die 1860-Ultra-Gruppe „Giasinga Buam“ müssen vorerst auf einen ihrer Vorsänger verzichten. Nachdem gegen „Domi“ ein Stadionverbot verhängt wurde, darf er seine Mannschaft auf dem Platz vorerst nicht mehr aktiv unterstützen. So leicht will die Gruppe das jedoch nicht auf sich sitzen lassen. Dem vermeintlichen Vorfall, der ursächlich für das Stadionverbot ist, soll ein „Irrtum“ zugrunde liegen.

Bei der Zweitligabegegnung in Fürth im April hatten Anhänger der Löwen tatsächlich Bengalos gezündet. Der Verein musste später eine Geldstrafe von 15.000 Euro berappen. Der nun vom Stadionverbot betroffene Vorsänger sei jedoch nicht daran beteiligt gewesen. Die Giasinga Buam nennen den Vorwurf „schier unglaublich“ und bestreiten den Tathergang, der ihm zu Lasten gelegt wird. „Er soll während des letzten Spiels unserer Löwen in Fürth einen Bengalo gezündet haben. Man bedenke, wie es jeder der vielen Löwen an diesem Tag im Gästeblock gesehen und vernommen hat, in der Rolle des Vorsängers und damit während der 90 Minuten auf dem Zaun!“, heißt es in dem Schreiben. „Ganz abgesehen davon, dass eine derartige Tat an Idiotie nicht zu übertreffen wäre, fragen wir uns: Wozu all dieser Terz? Wozu die stets unverhältnismäßige polizeiliche Präsenz? Wozu ausgefeilte Überwachungstechniken in Form dutzender Kameras? Wozu zahlreiche ’szenenekundige‘ Beamte, deren tagtägliche Aufgabe lediglich darin besteht, Fußballfans zu bespitzeln, verfolgen, kriminalisieren und zu überwachen?!“

Daher formulieren die Giasinga Buam folgende Forderungen: 

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Wir fordern hiermit die Solidarität aller Löwen bei den nächsten Spielen und bei folgenden Aktionen in dieser Angelegenheit!

Wir fordern den eigenen Verein sowie insbesondere die SpVgg Fürth auf, diesen Eklat und Irrtum schnellstmöglich aufzuklären!

Wir fordern die sofortige Aufhebung eines hochgradig unrechtmäßigen, ungerechtfertigten und willkürlichen Stadionverbots!

Rechtliche Schritte wurden bereits eingeleitet und werden in aller Konsequenz von der gesamten Gruppe getragen!

Wir lassen uns nicht klein kriegen – die Gerechtigkeit wird siegen! Freiheit für Domi!!!