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National

Giasinga Buam kritisieren Böllerwerfer

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 02. Dezember 2014
Quelle: imago

Bei zwei Spielen der Münchner Löwen hat es zuletzt ordentlich geknallt. Sowohl beim Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf als auch während der Partie bei Union Berlin letzte Woche hatten Fans des TSV 1860 München Böller im Stadion gezündet. Die „Giasinga Buam“, Ultras des TSV 1860 München, verurteilen dieses Verhalten in ihrem Kurvenmagazin scharf.

„Bei so viel Rücksichtslosigkeit und Dummheit sei die Frage erlaubt, ob diese Leute eigentlich ihr gesamtes Hirn, bzw. das was davon noch übrig geblieben ist, am Eingang abgeben?“ schreiben die Ultras in ihrem Magazin „ZuGaBe“ bezüglich der beiden Böllerwürfe.

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Als mahnendes Beispiel für die Gefahr, die von Böllern im Stadion ausgeht, nennen die Giasinga Buam den ehemaligen Bundesliga-Torwart Georg Koch. Beim Wiener Derby im Jahr 2008 explodierte unmittelbar neben Koch, der damals das Tor von Rapid Wien hütete, ein auf das Spielfeld geworfener Böller. Für den Torwart, der dabei ein Gehörtrauma und einen Kreislaufzusammenbruch erlitt, bedeutete dies das Karriereende. Noch heute leidet Koch unter einer Posttraumatischen
Belastungsstörung, Gleichgewichtsproblemen und Blackouts bei hoher Belastung.

Die Giasinga Buam fordern: „Also denkt das nächste Mal lieber dreifach nach, ob’s ihr so einen Scheiß wirklich machen wollt. Böllerwerfen hat weder was mit Coolness oder Unterstützung der Mannschaft zu tun, noch hat der Schmarrn was im Fußballstadion verloren!“

fn