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National

Geldstrafe und Auflagen für Borussia Mönchengladbach

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 12. Juni 2015
Quelle: imago

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Bundesligist Borussia Mönchengladbach mit einer Geldstrafe in Höhe von 9000 Euro belegt. Außerdem muss der Verein einige Auflagen erfüllen. Auch weitere Vereine müssen Geld an den DFB überweisen.

Grund für die Auflagen und einen Teil der Geldstrafe sind die Ereignisse beim Rheinderby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Karnevalswochenende. Damals waren Kölner Zuschauer mehrfach durch das Abbrennen von Pyrotechnik aufgefallen, was unter anderem zu einem um mehrere Minuten verzögerten Anpfiff und einer Spielunterbrechung in der 46. Minute führte. Nach Schlusspfiff überstieg knapp ein Dutzend Kölner Zuschauer den Innenraumzaun und öffnete von innen das Fluchttor, so dass weitere Zuschauer in den Innenraum eindrangen und es zu Handgreiflichkeiten mit Ordnern kam.

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Als Konsequenz muss der Verein nun gemeinsam mit dem 1. FC Köln ein Sicherheitskonzept unter Einbeziehung des DFB für die beiden kommenden Meisterschaftsspiele der Vereine gegeneinander erstellen und durchsetzen. Dieses muss laut DFB insbesondere beinhalten, dass Borussia Mönchengladbach im nächsten Heimspiel gegen den 1. FC Köln nur die Hälfte des zulässigen Kartenkontingents für den Gastbereich erteilt und ausgibt. Die Gästetickets müssen zudem personalisiert werden. Zudem hat Borussia Mönchengladbach in Abstimmung mit der Abteilung Prävention und Sicherheit des DFB Investitionen infrastruktureller und baulicher Art im Gästesektor des Mönchengladbacher Stadions in Höhe von mindestens 50.000 Euro vorzunehmen, die insbesondere das Übersteigen des Innenraumzaunes wesentlich erschweren sollen.

Darüber hinaus werden die Gladbacher für das Abbrennen von Pyrotechnik beim Pokalspiel gegen den FC Homburg am 16. August 2014 sowie das Werfen von Getränkebechern beim Spiel gegen den Hamburger SV 24. September 2014 bestraft.

Geldstrafen auch für St. Pauli und Bayern München

Des Weiteren müssen der FC St. Pauli und der FC Bayern München jeweils eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro zahlen. Unmittelbar vor dem Zweitligaspiel gegen RB Leipzig am 3. Mai 2015 wurden im Hamburger Zuschauerblock pyrotechnische Gegenstände gezündet. Aufgrund der Rauchentwicklung wurde die Partie erst mit einer Verzögerung von 90 Sekunden angepfiffen. Die Münchner wurden für das Zünden einer Rauchbombe in der 39. Minute des Bundesligaspiels bei der TSG 1899 Hoffenheim am 21. April 2015 bestraft.