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National

Geld- und Haftstrafen für Nürnberg-Fans

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 03. September 2015

Die Fälle vom Auswärtsspiel des 1. FC Nürnberg bei Eintracht Frankfurt vom 9. Februar 2013 wurden nun allesamt abgeschlossen. Die Rot-Schwarze Hilfe zieht ein niederschmetterndes und mehr als negatives Fazit.

Die Polizei gab damals an, dass die Nürnberger 200 Kilogramm Pyrotechnik für das Auswärtsspiel besorgt hätten. Ebenfalls wurde behauptet, dass Anhänger des Clubs Pfefferspray gegen Beamte eingesetzt hätten. Das folgende Video entlarvt diese Aussage zumindest als fragwürdig.

Weiter gibt die Rot-Schwarze Hilfe bekannt, dass nun alle Verfahren beendet sind. „Die Vorwürfe lauteten: Vermummung, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch. Es wurden Geldstrafen in Höhe von 35 130 Euro ausgesprochen, zudem drei Gefängnisstrafen von sechs bis zehn Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Außerdem sprach Eintracht Frankfurt zahlreiche Stadionverbote aus.“

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Zynisch wird festgehalten, dass die „polizeilichen Statistiken (…) gesteigert werden“ konnten. Ebenfalls kritisiert die Rot-Schwarze Hilfe die „politischen und journalistischen Spielchen“, die „auf den Rücken von zum Teil jugendlichen Fans ausgetragen werden und der Großteil der Bevölkerung diese ganzen Märchen auch noch glaubt.“ Schon wenige Monate nach dem Spiel hatte die Rot-Schwarze Hilfe verschiedene Lügen aufgedeckt und verschiedene Aussagen angezweifelt.

Die komplette Stellungnahme der Rot-Schwarzen Hilfe:

Wir erinnern uns an den 9. Februar 2013. Im Vorfeld der Bundesligabegegnung des 1. FC. Nürnberg bei Eintracht Frankfurt streute die Nürnberger Polizei das Gerücht, dass sich die Nürnberger Anhänger im osteuropäischen Raum mit 200 Kilogramm (!) Pyrotechnik für dieses Auswärtsspiel eingedeckt hätten. Bekanntlich erwies sich diese Behauptung als unwahr. Wir haben darüber – und die Folgen – bereits ausführlich berichtet: Nürnberger Polizeimärchen führt zur Eskalation beim Auswärtsspiel

Nach über 2 ½ Jahren können wir mitteilen, dass alle nach der Eskalation vom 09.02.2013 eingeleiteten Verfahren beendet sind. Es wurden mindestens 21 Fans angeklagt. Die Vorwürfe lauteten: Vermummung, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch. Es wurden Geldstrafen in Höhe von 35 130 Euro ausgesprochen, zudem drei Gefängnisstrafen von sechs bis zehn Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Außerdem sprach Eintracht Frankfurt zahlreiche Stadionverbote aus.

Ein großer Erfolg für die Nürnberger Polizei: Die Fans wurden mehr als ausreichend bestraft, die Zahlen der polizeilichen Statistiken konnten gesteigert werden. Dadurch wird auch der polizeiliche Arbeitsplatz wieder etwas sicherer. Schlimm nur, dass die politischen und journalistischen Spielchen auf den Rücken von zum Teil jugendlichen Fans ausgetragen werden und der Großteil der Bevölkerung diese ganzen Märchen auch noch glaubt.