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National

Gegen Montagsspiele: KSC-Ultras wollen 60 Minuten schweigen

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 14. April 2016
Quelle: imago

Am Montag, den 2. Mai, empfängt der Karlsruher SC den SV Sandhausen. Nun sind Montagsspiele in der 2. Bundesliga beileibe nichts ungewöhnliches mehr. Da die DFL für diesen Tag aber auch ein Erstligaspiel angesetzt hat, wird die Zweitliga-Begegnung bereits um 18:30 angepfiffen. Die Ultras des KSC wollen ein Zeichen gegen diese fanunfreundlichen Anstoßzeit setzen und kündigen einen Stimmungsboykott an. 

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„Wir werden unsere Stimme 60 Minuten lang nicht erheben um zu demonstrieren, wie der Fußball der Zukunft aussehen kann, wenn DFB, DFL und andere Bonzen den Fußball zum Event für Börsenmakler und Sektschlürfer machen wollen“, heißt es von ULTRA1894, dem Zusammenschluss Karlsruher Ultragruppen, in einer Stellungnahme. Ab der 60. Spielminute wollen die Fans hingegen zeigen, „was den Fußball ausmacht und unseren KSC wie gewohnt lautstark anfeuern.“

Die Ultras fragen: „Soll der Montag nun auch regulärer Spieltag der Fußball-Bundesliga werden, mit dem Effekt, dass die 2. Liga dann immer als Appetithäppchen am Spätnachmittag fungiert? Soll Fußballfans eventuell der Besuch mancher Spiele bewusst erschwert werden, damit sie, falls sie das Spiel ihrer Mannschaft dennoch verfolgen wollen, notgedrungen zum Kunden vom Pay-TV werden müssen?“

Die Entwicklung der Anstoßzeiten betrachten die KSC-Fans mit Sorge und verweisen auf die englische Premier League: „Immer mehr Geld soll durch Fernsehverträge in den Fußball gepumpt werden, um noch teurere Mannschaften gegeneinander antreten zu lassen und noch mehr dem Event zu huldigen. Dabei geht die Leidenschaft und die Stimmung verloren, die den Fußball ausmacht. Schauen wir nach England, dann sehen wir was Spieltagszerstückelung bedeutet.“