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National

Gegen Gästeverbote und Repressionen

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 09. September 2015
Quelle: imago

Auf dem Blog meinscp wurde ein neuer Beitrag veröffentlicht, der auf die Präventivmaßnahmen der Polizei und des DFB im Vorfeld des Derbys gegen den VfL Osnabrück eingeht. Diese Maßnahmen würden „in die Geschichte des Deutschen Fußballs eingehen.“

Zum ersten Mal nämlich erhalten Gästefans von Anfang an keinerlei Karten für ein Spiel – weder die Münster-Fans in Osnabrück, noch die Osnabrücker in Münster. Unter dem Motto „Hände weg vom Fußball“ und „Gegen Gästeverbote und Repressionen“ planen die Münsteraner nun eine Demonstration in Osnabrück.

„Stellvertretend (werde) für alle Fußballfans in diesem Land“ demonstriert. Dem DFB und der Polizei werden „fadenscheinige(r) Begründungen“ vorgeworfen, die Konsequenzen sehen „willkürlich und ungerecht.“ Die reflexartige Versuchung aber, die Schuld bei den Ultras auszumachen, findet der Autor zu einfach: „Als erstes Bekenntnis der Hilflosigkeit werden die Vereine für das Verhalten der Anhänger zur Kasse gebeten und in der neuen Strategie auch noch alle unbescholtenen Fans aufgehetzt und als Rammbock missbraucht.“

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„Die Ultraszene soll auf dem Altar des Kommerz geopfert werden!“

Der Autor konnte sich selbst ein Bild machen, wie die Ultras auf die Vorwürfe reagierten. In Diskussionen wurde Versucht, Kompromisse zu finden. Und tatsächlich, der Einsatz von Pyrotechnik ging stark zurück.

„Die Ultraszene soll auf dem Altar des Kommerz geopfert werden! Das Ziel ist klar definiert: Kohle machen um jeden Preis! Alle Störfaktoren dahin müssen ausgeschaltet werden, notfalls mit Lobbyarbeit, Gesetzen, Geldstrafen, Meinungsmache, Politik oder Gewalt“, heißt es weiter in dem Blogeintrag. Der Autor ruft dazu auf, dass alle Preussen-Fans zur Demo fahren. „Tut es nicht für die Ultras und auch nicht für eure Farben – tut es für euch selbst!“