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National

Gegen den „Untergang des Fußballs“

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 25. August 2014
Quelle: imago

Wie aus einer Stellungnahme des Supporters Club Düsseldorf hervorging, waren die Ultras Düsseldorf nicht zu einer vereinsübergreifenden Unterstützung der Kampagne „Nein zu RB“ bereit. Stattdessen hat man nun eine eigene Website erstellt und beim Spiel gegen den Karlsruhe SC Flyer verteilt.

Die Initiatoren und Unterstützer der Website und der dazugehörigen Kampagne „Untergang des Fußballs“ sind unter anderem die Ultras Düsseldorf (UD), der Supporters Club Düsseldorf (SCD) und der Arbeitskreis Fanarbeit (AK).

Vor allem Kommerzialisierung des Fußballs wird kritisiert: „Was mit Mäzen à la Dietmar Hopp & Co. begann, gipfelte vorläufig in der Lizenzerteilung für das Marketingkonstrukt Rasenballsport Leipzig durch die DFL.“ Dabei ist den Initiatoren aber auch klar, dass es kein Zurück mehr zu den „guten alten Tagen“ gibt, wo die „Bratwurst 50 Pfennig kostete“.

Gegen seelenlose Werbeveranstaltungen

Es wird angekündigt, dass noch mehr Aktionen geplant sind und weiterhin Helfer gesucht werden. Am Wochenende erst kam es aus Fansicht zu einem neuen Eklat, als Aue-Fans T-Shirts mit dem Aufdruck „Gegen RB – smash commercial football“ nicht mit ins Stadion nehmen durften. Im Internet häufen sich die Schilderungen, dass auch Frauen und Kinder die Shirts ausziehen mussten. Fanzeit berichtete darüber.

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Die Anhänger aus Düsseldorf „wollen verhindern, dass unser geliebter Fußball zu einer seelenlosen Werbeveranstaltung ohne Ecken und Kanten wird, mit Spielern als Produkten und austauschbaren Austragungsorten ohne emotionale Bindung.“ Auch ein geregeltes Financial Fairplay verlangen die Fortuna-Fans. Sie sprechen sich gegen einen „zweiten unregulierten Transfermarkt(es) zwischen den einzelnen Rasenballsport-Filialen“ aus.  

 

jh