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National

„Gefühle wie bei einem Aufstieg“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 30. Oktober 2014

Mit großer Mehrheit haben die Mitglieder des SC Freiburg auf der Jahreshauptversammlung am Montag für eine Satzungsänderung und somit gegen eine mögliche Ausgliederung der Profifußballabteilung in eine Kapitalgesellschaft gestimmt. Die Freiburger Ultragruppe „Corillo“ freut´s.

Auf ihrer Webseite feiert die Gruppe das Ergebnis der Abstimmung: „Nein zur Ausgliederung, eine Absage an das “Produkt” SC Freiburg – stattdessen eine Positionierung wie sie kein anderer Verein bisher gemacht hat: Für die Mitglieder, für Werte, für Nachhaltigkeit und den Fußball. Gefühle wie bei einem Aufstieg!“

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Der SC Freiburg sei in vielerlei Hinsicht „ein großes Gegenstück zu den ganzen Retortenvereinen oder profitausgerichteten Kapitalgesellschaften, die allesamt rücksichtslos versuchen, ihr Produkt möglichst erfolgreich zu platzieren und ihren Gewinn zu maximieren“, heißt es weiter. Die Entscheidung mache den Verein zu einem „der letzten Mohikaner in der Bundesliga“ bei dem die Vereinsstrukturen- und Werte erhalten und durch die beschlossene Umstrukturierung die Mitglieder weiterhin als Souverän das bestimmende Organ des Vereins blieben.

Neben dem SC Freiburg spielen mit Mainz 05, Paderborn, Schalke und Stuttgart nur noch vier weitere Vereine mit der Rechtsform „eingetragener Verein“ in der Bundesliga. Eine Ausgliederung der Profimannschaft bedeutet in den Augen der Ultras von „Corillo“ gleichzeitig die Schaffung einer Grundlage für Investoren und fördere den Druck zur Profitmaximierung. Der Sport-Club Freiburg e.V. stehe hingegen für eine einzigartige Vergangenheit und werde in den nächsten Jahren einen besonderen Weg beschreiten, den die Gruppe wachsam mitgehen- und prägen will.

fn