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National

„Gefahr für Leib und Leben“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 11. November 2016
Quelle: imago

Ziemlich zufrieden hatte sich Polizei zum Ablauf des letzten Revierderbys geäußert. Eine Meinung, die die Fans des FC Schalke 04 nicht teilen. Im Gegenteil – in einer Stellungnahme übt das Schalker Fanprojekt scharfe Kritik am Dortmunder Sicherheitskonzept.

So habe sich die Weiterreise zum Stadion ab dem Dortmunder Hauptbahnhof für die Schalke-Fans massiv verschlechtert. Obwohl den Schalker Ultras in der Sicherheitsbesprechung vor der Partie eine gemeinsame Fahrt zum Stadion zugesichert worden sein soll, wurden die Gruppe der Schalker nach Angaben des Fanprojekts am Hauptbahnhof getrennt und in Kleingruppen zum Stadion gefahren.

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Durch die so entstandenen Wartezeiten von bis zu 90 Minuten, sei es in der Menge zu tumultartigen Szenen gekommen. Auf diese habe die Polizei mit dem Einsatz von Schlagstock und Pfefferspray reagiert. „Obwohl Personen stürzten und aus der Menge gezogen werden mussten, ist glücklicherweise nichts schlimmeres passiert, was definitiv auch auf das Handeln der Schalkefans zurückzuführen ist“, so das Fanprojekt.

Auch am Stadion selbst lief es nach Angaben der Schalker alles andere als reibungslos: „Am Stadionvorplatz angekommen war von einer Fantrennung keine Rede mehr, da die BVB-Fans den selben Eingang nutzen müssen um ins Stadion zu gelangen. Auch im Stadion selber, wie auch bei der Abreise, war eine Fantrennung praktisch nicht vorhanden.“

In Anbetracht dieser Tatsachen konstatiert das Schalker Fanprojekt, „dass die Zustände rund um die An- & Abreise für Gästefans in Dortmund gefährlich sind für Leib und Leben.“ Daher fordert die Fanorganisation „einen offenen Dialog zu dem Thema mit allen in den Ablauf involvierten Institutionen“ sowie „eine kritische Überprüfung des Gremiums bezüglich der in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse und eine Erarbeitung von konstruktiven Lösungen für zukünftige stimmungsvolle und friedliche Derbys in Dortmund.“ Sollte jedoch an den bestehenden Konzepten festgehalten werden, will das Fanprojekt seine Teilnahme an künftigen Sicherheitsbesprechungen überdenken.