Anzeige

National

Gedenk-Fackel der Ultras GE: DFB ermittelt

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 25. Oktober 2017
Quelle: imago

In Gedenken an ein verstorbenes Mitglied organisierten die Ultras Gelsenkirchen beim Heimspiel gegen Mainz 05 eine bewegende Choreografie. Dabei brannten sie auch eine einzelne bengalische Fackel ab. Obwohl der Verein die Aktion erlaubt hatte, ermittelt nun der DFB. 

„Der DFB-Kontrollausschuss wird den FC Schalke 04 zu diesem Vorgang befragen und um eine Stellungnahme bitten. Anschließend wird das Gremium über den weiteren Fortgang entscheiden“, erklärte der DFB auf Nachfrage der WAZ. Der Verein hingegen gab gegenüber der Zeitung an, bislang kein Schreiben vom Verband erhalten zu haben.

Während die Fackel am Freitagabend auf dem Vorsängerpodest der Nordkurve brannte, hatte der Verein auf dem Videowürfel der Arena erklärt: „Liebe Fans, in diesem einen ganz besonderen Fall haben wir den Einsatz einer Leuchtfackel toleriert. Es gilt jedoch unverändert: Pyrotechnik ist in unserer Arena nicht gestattet.“

Auch die Tatsache, dass die Fackel kontrolliert und unter Aufsicht der Feuerwehr abbrannte, ändert nichts daran, dass der DFB auch in diesem besonderen Fall an seinen Statuten festhält. Ob es tatsächlich zu einer Bestrafung kommt, hängt davon ab, ob der DFB-Kontrollausschuss Anklage erhebt.

Ausgeschlossen ist das jedoch nicht: Schon einmal verurteilte der Verband einen Verein wegen einer Pyroshow, die vom Verein und sogar von der Stadt genehmigt worden war. 20.000 Euro musste Rot-Weiß Erfurt im Januar 2015 zahlen, weil die Fans bei der Verabschiedung des alten Steigerwaldstadions Pyrotechnik gezündet hatten.