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National

Geburt oder Derby?

Autor: Lukas Schäfer Veröffentlicht: 29. April 2015
Quelle: imago

Das vergangene Derby gegen Bayer 04 Leverkusen gehört zu den wichtigsten Spieltagen im Kalender der 1. FC Köln-Anhänger. Auch ein frisch gebackener Vater wollte das Derby in Müngersdorf nicht verpassen und stand nur wenige Stunden nach der Geburt seiner Tochter im FC-Fanblock.

Geburt oder Derby? Diese Frage stellte sich am Samstag FC-Fan Matthias Vormstein. Eigentlich wollte der Fußballfan seine Karten für die Begegnung bereits verschenken, doch laut Express hielt ihn seine Frau davon ab: „Warte erstmal ab!

Im neuen FC-Fanzimmer der Klinik Hohenlind wurden die Vormsteins Eltern der kleinen Amira Milayne. Diese schien geahnt zu haben, dass für die Rheinländer ein ganz besonderes Spiel ansteht, das ihr Vater möglichst nicht verpassen möchte. Die Geburt dauerte insgesamt nur drei Stunden: „Ich hab schon gedacht, ich verpass das Spiel“, berichtet der Vater. Mandy Vormstein erklärte, dass ihre Tochter um 11.55 Uhr das Licht der Welt erblickte. Nachmittags „gings ab ins Stadion.“ Für den Vater gleich zwei Glücksmomente an einem Tag, da der FC durch Bard Finne noch den 1:1 Ausgleichstreffer erzielte: „Von 15.30 bis 17.30 war das mein schönstes Erlebnis, und davor und danach meine Tochter. Ich bin super glücklich mit beidem.“ Für seine Frau war es in Ordnung, dass ihr Mann nach der Geburt zum Derby wollte: „Das ist ja so nochmal ein Sieg für ihn persönlich“.

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Es wird wohl nicht lange dauern, bis Amira Milayne ebenfalls zu den Fans der Geißböcke gehört. Im  nagelneuen FC-Fanzimmer des Krankenhauses liegt bei Bezug des Zimmers der Antrag zur Mitgliedschaft automatisch bereit. Bleibt nur zu hoffen, dass die Tochter nicht Fan von Borussia Mönchengladbach wird. Für diesen Fall hat der FC-Fan schon vorgesorgt. Sollte der jüngste Spross der Familie Fan der Fohlen werden, dann „wird sie enterbt“, scherzt der Vater.