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National

Gästefanausschluss auf Bewährung für BVB

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 20. Juli 2017
Quelle: imago

Nach den Vorkommnissen beim DFB-Pokalfinale sowie bei zwei Spielen gegen Bayern München hat das DFB-Sportgericht harte Strafen gegen Borussia Dortmund verhängt. 

So muss der Verein eine Geldstrafe in Höhe von 95.000 Euro zahlen, wovon 30.000 Euro für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden werden können, was dem DFB bis zum 31. Dezember 2017 nachzuweisen wäre.

Zudem verurteilte der DFB den BVB auf Bewährung zu einem Ausschluss seiner Fans für ein Bundesliga-Auswärtsspiel, verbunden mit der Auflage, dem gastgebenden Verein in diesem Fall alle Kosten, insbesondere den Einnahmeverlust für den leeren Gästeblock, zu erstatten. Die Bewährung läuft bis zum 31. Mai 2018 und wird verwirkt, „wenn es innerhalb der Bewährungszeit erneut zu erheblichen Vorfällen kommt“.

Außerdem dürfen BVB-Fans nach diesem DFB-Urteil „Choreografien nur noch nach vorheriger schriftlicher Genehmigung durch den Verein durchführen“, bei Auswärtsspielen ist zusätzlich die Abstimmung zwischen beiden Klubs erforderlich. Zu Choreografien zählt der DFB dabei auch große Schwenkfahnen, Blockfahnen und Spruchbänder.

„Wird davon abgewichen oder kommt es im Rahmen von Choreografien zu Pyrotechnik oder anderer unsportlicher Verhaltensweisen, dann sind bis Ende der Spielzeit 2017/2018 alle Dortmund-Choreografien verboten“, heißt es im Urteilstext.

Schließlich ist Borussia Dortmund die Ausarbeitung eines „Sicherheitskonzept für die Teilnahme an DFB-Pokal-Endspielen“ auferlegt worden. Dieses muss i laut DFB „insbesondere Maßnahmen zur sicheren, kontrollierten und gegebenenfalls personalisierten Ticketvergabe durch den BVB beinhalten.“

Mit dem Urteil sanktioniert das DFB-Sportgericht das massive Abbrennen von Pyrotechnik während des Pokalfinales 2017 in Berlin, den Einsatz von Pyrotechnik beim Halbfinale in München sowie „Probleme mit Dortmunder Zuschauern im Stadion-Einlassbereich“ beim Bundesligaspiel im April ebenfalls in München.

Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.