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National

Fußballfans wehren sich gegen NPD-Vereinnahmung

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 11. August 2016
Quelle: imago

Im September wählen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin einen neuen Landtag beziehungsweise ein neues Abgeordnetenhaus. Die rechtsextreme NPD wirbt dabei explizit um die Stimmen von Fußballfans. Die wollen mit der Partei jedoch nichts zu tun haben. 

Zuletzt hatten sich Fans des Hamburger SV gegen eine Wahlwerbung der NPD mit dem Hamburger Volksparkstadion gewehrt. In Berlin versucht die rechtsextreme Partei nun offenbar, auch bei denjenigen Fußballfans zu landen, die gerne Pyrotechnik zünden:

Das Bündnis aktiver Fussballfans (BAFF) wehrt sich in einer Stellungnahme nun gegen diese Vereinnahmung von Rechts: „denen ist vielleicht entgangen, dass genau die menschen, die gerne fackeln, die fankultur (wie auch immer mensch das definieren möchte) erhalten möchten, auch zu einem grossen teil diejenigen sind, die keinen bock auf rückwärts gewandte faschistische ideologien haben und das auch gerne im und ausserhalb des stadions zeigen“, heißt es dort.

Das Bündnis sieht eine Ironie darin, dass „leute, die alle(s), was auch nur ein bisschen von der norm abweicht, einsperren wollen“ nun versuchen, bei Fußballfans zu punkten. „die grösste bedrohung für unsere „fankultur“ seid ihr und eure gesinnungsgenossen, die es an einigen orten nach wie vor schwer machen, dass es wirklich offene kurven für alle gibt“, so das Bündnis weiter, dass alle Fußballfans auffordert an den kommenden Wahlen teilzunehmen, um einen Erfolg von NPD und AfD zu verhindern.