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National

Fußballfans aus ganz Deutschland vereint für 50+1

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 14. März 2018
Quelle: imago

Am 22. März wollen die 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga darüber abstimmen, ob sie einen Diskussionsprozess zu einer Modifikation der 50+1-Regel einleiten wollen. Ein breites Bündnis von Fußballfans aus ganz Deutschland stellt sich dem entgegen.

Nachdem Martin Kind seinen Antrag auf Erteilung einer Ausnahme-Genehmigung von der 50+1-Regel bei Hannover 96 Anfang Februar vorerst zurückgezogen hatte, sah die DFL die Notwendigkeit einer „ergebnisoffenen Grundsatzdebatte“ zur Gestaltung der 50+1-Regel.

Dem stellen sich nun über 1.000 Fanclubs, -gruppen und -verbände von mehr als 50 Vereinen entgegen. Unter dem Motto „50+1 bleibt!“ erklären sie: „Der Fußball bringt jede Woche hunderttausende unterschiedliche Menschen zusammen. Er gehört keinen Einzelpersonen, Unternehmen oder Investoren. Er gehört uns allen und darf nicht noch mehr zum Spielball einiger Weniger werden.“

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Neben zahlreichen Ultragruppen haben auch viele einzelne Fanclubs die Erklärung unterschrieben. Auch bundesweite Fanbündnisse wie ProFans, Unsere Kurve und BAFF sind mit im Boot.

Bei einem Wegfall oder einer Lockerung der 50+1-Regel würde sich der Fußball grundlegend verändern, fürchten die Fans. „Der Wettbewerbsdruck würde sich für alle Clubs unweigerlich erhöhen. Die Finanzkraft mancher Eigentümer wäre plötzlich wichtiger als die solide und erfolgreiche Arbeit Anderer.“

Zudem stellt das Bündnis die Frage: „Möchten wir uns wirklich an wahnsinnigen Summen in Paris und einem verrückt gewordenen Markt in England orientieren?“

Nach der 50+1-Regel muss der Stammverein bei einer Ausgliederung der Profiabteilung die Stimmenmehrheit behalten. Investoren können somit nicht allein über die Geschicke des Vereins entscheiden.

Für eine Änderung der DFL-Satzung ist eine Zweidrittelmehrheit der 36 Bundesliga-Klubs erforderlich. Mit ihrem breiten Bündnis setzen Fußballfans aus ganz Deutschland nun im Vorfeld der DFL-Mitgliederversammlung ein deutliches Zeichen für den Erhalt von 50+1-