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Fürther Ultras beklagen fehlende Euphorie in der Stadt

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 24. Juli 2017
Quelle: imago

Seitdem Janos Radoki den Cheftrainer-Posten übernommen hat, läuft es bei der SpVgg Fürth. Erstmals seit 1953 landeten die Fürther in der Abschlusstabelle sogar vor dem Rivalen aus Nürnberg. Von Euphorie ist in der Stadt dennoch kaum etwas zu spüren. Die Ultras der Spielvereinigung nehmen das zum Anlass für einen flammenden Appell an die eigenen Fans. 

„Während man andernorts den Dauerkarten-Verkauf stoppen musste, muss man sie bei uns den Leuten hinterher tragen“, beklagen die Ultras von Stradevia 907 auf ihrer Website. Dabei hatte der Verein vor der Saison sogar noch die Dauerkartenpreise gesenkt.

Nicht nur in dieser Hinsicht bescheinigt die Gruppe dem Verein, „seine Hausaufgaben erledigt“ zu haben. „Gegen Bielefeld feiert der erste Abschnitt der neuen Haupttribüne seine Premiere. Der hässliche Vip-Container ist endlich Geschichte und es geht sofort weiter mit Bauabschnitt zwei. Das grausame rot der Werbebanden ist einem einheitlichen weiß-grünem Erscheinungsbild gewichen. Die Trikots kommen abermals in den Vereinsfarben und dem neutralem schwarz daher […] Der große Umbruch im Kader fand diese Saison auch nicht statt, im Gegenteil, man konnte einige namhafte Neuverpflichtungen präsentieren“, zählen die Ultras auf.

Doch was nützen all diese Dinge, „wenn es in der Stadt keine Sau interessiert?“, wie Stradevia es formuliert. „So ehrlich muss man leider sein, auch wenn sich gefühlt jeder in der Stadt für die Ergebnisse der Spielvereinigung interessiert, schafft leider nur ein Bruchteil den Weg in den Ronhof“, kritisieren die Ultras.

Daher ruft die Gruppe alle Fans dazu auf, zusätzliche Tageskarten für das erste Heimspiel der Saison gegen Bielefeld zu besorgen: „Bringt sie eurem Kollegen mit, der am Montag mit euch immer über das vergangene Spiel reden möchte. Organisiert sie für jemanden aus eurem Freundeskreis, für den eure Liebe zur Spielvereinigung auch nach alle den Jahren der Freundschaft noch ein Rätsel ist. Schenkt sie eurem Partner zum Jahrestag und anstelle von Zeugnisgeld gibt es dieses mal eine Karte für euer Kind“, appellieren die Ultras.

„Alle in der Stadt müssen ihren Anteil dazu beitragen, dass hier ein Ruck durchgeht und am ersten Spieltag der Ronhof voll ist, denn besserer Fußball wird euch aktuell in der Region nicht geboten“, heißt es von Stradevia mit einem Seitenhieb in Richtung des Rivalen aus Nürnberg. „Die Zeit der Ausreden ist nun vorbei!“ Zudem rufen die Ultras dazu auf, zum Spiel gegen Bielefeld in Weiß zu erscheinen: