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National

Fürther Ultras beenden München-Boykott

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 13. Dezember 2016
Quelle: imago

Am 27. Januar reist die SpVgg Fürth zum Plichtspielauftakt ins Jahr 2017 zum TSV 1860 München. Nach knapp siebenjähriger Pause wird dann auch erstmals wieder die Fürther Ultraszene mit an Bord sein. 

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Nach einem umstrittenen Polizeieinsatz beim Pokalspiel beim FC Bayern München im Februar 2010 hatten die Fürther Ultras erklärt, Partien in der Allianz Arena künftig fernzubleiben. Vor dem Spiel bei den Löwen kündigt die Gruppe Horidos 1000 nun ein Ende dieses Boykotts an.

„Wir müssen uns auch den Vorwurf gefallen lassen, was dieser Boykott in den letzten Jahren gebracht hat“, geben sich die Ultras in ihrer Erklärung selbstkritisch und räumen weiter ein: „Vielleicht hatten wir einfach auch nur keinen Bock, uns den beschissenen fanfeindlichen Bedingungen vor Ort auszuliefern.“ Zahlreiche Fangruppen haben bereits die Bedingungen für Gästefans in München kritisiert.

Darüber hinaus geben die Ultras an, in den sieben Jahre gelernt zu haben, sich „nicht verstecken zu müssen, nicht von morgens bis abends in die Opferrolle abzutauchen, sich immer wieder auszuheulen oder ständig über die Zustände abzukotzen, die wir in diesem Land, nicht nur im Fußballalltag, ertragen müssen.“ Nun gelte es, „unsere letzten Stücke Freiraum, die wir noch haben, zu schätzen und zu verteidigen. Denn wer weiß, wie lange dieser Fußballzirkus tatsächlich noch auszuhalten ist.“