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National

Führendes Mitglied der Hugos muss ins Gefängnis

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 03. September 2015
Quelle: imago

Aus einer Pressemitteilung des Oberlandesgericht Hamm geht hervor, dass einem Mitglied der Ultra-Gruppe Hugos eine Haftstrafe von einem einem Jahr und 6 Monate ausgesprochen wurde – ohne Bewährung. Der Schalke-Fan zündelte beim viel diskutierten Abschied der Hugos im Jahr 2012 beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt.

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Nach der ersten Verhandlung beim Landesgericht Essen, ging der Angeklagte in Berufung – seine Revision wurde aber verworfen. Der Schalker ist heute 25 Jahre alt und „gehört zu den führenden Mitgliedern“ der Hugos. Da er mehrfach strafrechtlich – unter anderem wegen Körperverletzungsdelikten – in Erscheinung getreten ist, gibt es keine Bewährung.

Er plante angeblich die Abschieds-Aktion der Hugos mit. Laut Pressemitteilung wurden bei der Pyroaktion „toxische Rauchgase“ verursacht, durch welche „8 unbeteiligte Stadionbesucher, unter anderem ein 12 Jahre altes Kind, zum Teil erhebliche Rauchgasvergiftungen erlitten. (…) Er wurde in der Berufungsinstanz vom Landgericht Essen wegen gefährlicher Körperverletzung, Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und gemeinschaftlicher Sachbeschädigung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und 6 Monaten verurteilt.“

Eine „Strafaussetzung zur Bewährung“ kann nicht vollzogen werden, da das Landgericht eine „notwendige positive Sozialprognose (…) zu Recht verneint“ habe.