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National

Freispruch für Braunschweiger Ultra

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 07. August 2014
Quelle: imago

Kurz nach Abpfiff des Spiels zwischen Borussia Mönchengladbach und Eintracht Braunschweig am 20. September 2013 kam es zu Auseinandersetzungen im Gästeblock. Gestern folgte das gerichtliche Nachspiel.

Wenige Augenblicke nach dem Abpfiff des Spiels stürmte eine ca. 100 Mann starke Gruppe offenbar den Gästeblock, in dem sich eine rivalisierende Gruppe, wohlgemerkt auch Fans von Eintracht Braunschweig, befand. Es folgten körperliche Auseinandersetzungen, bei denen auch rassistische Beleidigungen gefallen sein sollen.

Bei der Auseinandersetzung handelte es sich wohl um einen Angriff rechtsgerichteter Braunschweig-Hooliogans auf eine linke Ultra-Gruppe. Ein 30-Jähriger Ultra der Braunschweiger Eintracht wurde dabei gefilmt und stand gestern wegen des Vorwurfs der Körperverletzung vor dem Mönchengladbacher Amtsgericht.

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Dem gelernten Kaufmann drohten eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Ihm wurde zur Last gelegt, dass er eine Person zu Boden gestoßen und geschlagen haben soll. Der Verteidiger des Angeklagten gab laut Rheinischer Post Folgendes in seiner Erklärung bekannt: „Alles, was mein Mandant damals getan hat, hat er nur zur eigenen Verteidigung gemacht. Er hat zwar auch geschubst und geschlagen, aber in Notwehr, auch um andere vor Angriffen zu schützen.“

Die vor Gericht gezeigten Videoaufnahmen der Auseinandersetzungen im Gästeblock konnten diese Stellungnahme bestätigen, was schlussendlich zu einem Freispruch für den Angeklagten führte.

st