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National

Freiheitsstrafen für Wacker-Burghausen-Ultras

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 11. Juli 2014

Eigentlich hatten sie nichts anderes vor, als das 10-jährige Jubiläum der Ultras Black Side zu feiern. Nachdem die Polizei eintraf, lief die Feierlichkeit in der Burghauser Altstadt vor gut einem Jahr allerdings aus dem Ruder. Drei Beschuldigte mussten sich nun vor dem Amtsgericht Altötting verantworten, zwei von ihnen wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt.

Weil ein Mitglied der Gruppe zuvor einen Streifenwagen massiv beschädigt haben soll, nahm die Polizei ihn in der Nacht zum 1. Juli 2013 in dem Lokal, in dem die Gruppe gerade feierte, vorläufig fest. Etwa 15 weitere Personen sollen sich daraufhin mit dem Gefangenen solidarisiert, die Beamten körperlich bedrängt und beleidigt haben. Ein weiteres Mitglied der „USB“ soll versucht haben, den Gefangenen zu befreien. Anschließend sollen die Ultras vor dem Polizeirevier lautstark die Freilassung des Mannes gefordert haben.

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Von den drei Angeklagten im Alter zwischen 24 und 26 Jahren ist laut eines Berichts des Alt-Neuöttinger Anzeigers nun einer wegen gemeinschaftlichen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Gefangenenbefreiung, Landfriedensbruch und Beleidigung zu sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird. Ein weiterer bekam für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte fünf Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung. Beide müssen zudem eine Geldstrafe von 500 Euro zahlen. Dem dritten Angeklagten konnte keine aktive Tatbeteiligung nachgewiesen werden.

Pikant: Der Verdächtige, den die Polizei festgenommen hatte, ist längst freigesprochen worden.